Waldschlösschenbrücke : Dresden: Brückengegner starten Bürgerbegehren

In Dresden soll der Bau der umstrittenen Waldschlößchenbrücke nun per neuerlichem Bürgerentscheid doch noch gestoppt werden. Bei einer ersten Volksabstimmung hatte sich die Mehrheit der Dresdner für den Bau ausgesprochen.

Dresden
Brückengegner halten weiterhin mehrere Bäume besetzt. -Foto: ddp

DresdenEin Bürgerbegehren "Welterbe erhalten - Elbtunnel bauen" gegen die umstrittene Waldschlößchenbrücke ist gestartet. Ziel ist es, einen neuen Bürgerentscheid herbeizuführen, bei dem über den Bau eines Tunnels statt der geplanten Brücke abgestimmt wird, wie die Grüne Liga Sachsen mitteilte. Ein Tunnel werde dem Anliegen des Natur- und Kulturlandschaftsschutzes gerecht und setze den Willen der Dresdner nach einer Elbquerung am Waldschlößchen um, hieß es. Damit ein solcher Bürgerentscheid zustande kommt, sind die Unterschriften von rund 20.000 Wahlberechtigten nötig.

Bei einem ersten Bürgerentscheid im Februar 2005 hatten etwa 68 Prozent der Wähler für den Brückenbau gestimmt. Die Bindefrist dieses Votums läuft Ende Februar aus. Bis dahin wollen die Brückengegner die geforderte Mindestzahl von Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt haben. Die erforderliche Quote liege bei fünf Prozent der Dresdner Bevölkerung.

Mit dem Bau der Brücke droht dem Elbtal der Verlust des Welterbetitels. Die Unesco will im Juli 2008 darüber entscheiden, ob das Elbtal den Titel behalten darf. Seit dem 12. Dezember halten Aktivisten eine mehr als 200 Jahre alte Buche besetzt, die einer Zufahrtsstraße für den Tunnel weichen soll. (jvo/ddp)

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