Waldschlößchenbrücke : Jochimsen fordert Stellungnahme

Im Kulturausschuss des Bundestages sollen alle Parteien zum geplanten Bau der Dresdner Waldschlößchenbrücke klar Stellung beziehen. Das fordert die kulturpolitische Sprecherin der Links-Fraktion, Luc Jochimsen.

Berlin - "Wir haben einen Antrag eingebracht, dass die Bundespolitik im Streit um dieses Bauwerk vermitteln soll", sagte Jochimsen in Berlin. Der Ausschuss sollte sich unbedingt vor Ort in Dresden kundig machen über den geplanten Brückenverlauf und dessen Bedeutung für das Welterbe-Panorama. "Und dann muss man vor Ort mit den Konfliktparteien reden", betonte die Politikerin.

Auf der Unesco-Liste des Welterbes zu stehen bedeute, Zeugnis vergangener Kulturen und einzigartiger Naturlandschaften zu sein. Das sei keine allein kommunale Angelegenheit, sondern betreffe als Kulturaufgabe das gesamte Land. Nach juristischem Dafürhalten sei die Bundesregierung verantwortlich für die Einhaltung der Welterbe-Kriterien. "Hier ist die nationale Ebene gefragt", sagte Jochimsen. Dazu gehöre, dass man nochmals die Notwendigkeit der Brücke an eben dieser umstrittenen Stelle überprüfe. Zudem müsse darüber geredet werden, ob sich die Verkehrsprobleme nicht ebenso lösen ließen, wenn die Brücke an anderer Stelle gebaut würde. "Hier könnte durch die Bundespolitik eine Moderatorenfunktion wahrgenommen werden."

Die geplante Brücke ist umstritten, weil die Unesco für den Fall des Baus der Stadt damit droht, dem Elbtal als Landschaft den Status des Weltkulturerbes abzuerkennen. (tso/ddp)

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