Waldschlösschenbrücke : Prostest im Dresdner Elbtal: "Wider die Natur und Vernunft"

Die Dresdner haben sich mit ihrem Schicksal, dem Bau der umstrittenen Waldschlösschenbrücke, noch längst nicht abgefunden. Mit Protesten wollen sie das Fällen alter Eichen und Linden verhindern.

Dresdner Elbtal
Die Dresdner geben nicht auf... -Foto: ddp

Dresden Rund 80 Menschen haben sich an den friedlichen Demonstrationen gegen die geplanten Baumfällungen  im Zuges des Baus der umstrittenen Waldschlößchenbrücke im Unesco-Welterbe Dresdner Elbtal protestiert. Mit Transparenten wie "Weltkultur statt Beton", "Die Bäume müssen weichen - wir nicht" oder "Hier wird gebaut - wider die Natur und die Vernunft" forderten sie den Erhalt einer alten Eichenallee. Die Bäume, die an der vielbefahrenen Waldschlößchenstraße stehen, waren jeweils mit dem Logo der Unesco besprüht.

Bereits am Vortag hatten einige Brückengegner und Naturschützer auf dem Baugelände am anderen Elbufer gegen die Baumfällungen demonstriert. Beidseits des Flusses müssen für die Brückenzufahrten nach Angaben der Stadt insgesamt 300 Sträucher und Bäume entfernt werden. Über 20 Jahre alte Bäume sollen zuvor von Gutachtern untersucht und nistende Tiere geborgen werden.

Nach zähem Streit und juristischen Auseinandersetzungen hatte der Bau der Flussquerung am Montag begonnen. Wegen des 160 Millionen Euro-Projekts wird die Unesco dem Dresdner Elbtal im kommenden Juli den 2004 verliehenen Welterbe-Titel voraussichtlich wieder aberkennen. (mit dpa)

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