Walter Becker gestorben : Steely Dan-Mitgründer Walter Becker ist tot

Gitarrist Walter Becker gründete zusammen mit Donald Fagan in den Siebzigern die Band Steely Dan. Jetzt ist der Musiker im Alter von 67 Jahren gestorben.

Walter Becker bei einem Steely Dan-Auftritt beim Montreux Jazz Festival 2009.
Walter Becker bei einem Steely Dan-Auftritt beim Montreux Jazz Festival 2009.Foto: dpa

Der US-amerikanische Musiker Walter Becker ist tot. Der Gitarrist, Bassist und Songwriter starb am Sonntag im Alter von 67 Jahren.

Geboren in New York lernte er während seines Studiums am Bard College im Bundesstaat New York den Sänger und  Keyboarder Donald Fagan kennen. Die beiden arbeiteten zunächst als Songschreiber und spielten in diversen Bands.

Anfang der Siebziger zogen sie nach Kalifornien, wo sie zusammen mit den Gitarristen Jeff "Skunk" Baxter und Denny Dias, Drummer Jim Hodder und Sänger David Palmer Steely Dan gründeten. Ihr Debüt-Album "Can't Buy A Thrill" mit den Hits "Do It Again" und "Reeling In The Years" erschien 1972.

Anschließend wechselte häufig die Besetzung der Gruppe, nur Becker und Fagan waren immer dabei. Sie veröffentlichten im Jahres-Rhythmus neue Alben. Mit "Pretzel Logic" und der Single "Rikki Don’t Lose That Number" kamen sie 1974 in die Top Ten.

Perfekt polierter Pop

Steely Dan setzten auf ausgefeilte, opulente Arrangements und eine saubere Produktion. Mit ihren von Jazz und Funk beeinflussten Songs zählten sie neben Bands wie Fleetwood Mac und den Eagles zu den Protagonisten des Westcoast-Sounds der Siebziger, der seit einiger Zeit ein erstaunliches Revival erlebt. Damals wurde der häufig von großen Drogenmengen befeuerte Yacht-Rock zu einem Feindbild der Punk-Generation.

1980 lösten Becker und Fagan die Band auf. Sie kamen 13 Jahre später wieder zusammen und gingen schließlich wieder auf Tour. Im Jahr 2000 brachten sie das viel gelobte Steely-Dan-Album "Two Against Nature" heraus, dem drei Jahre später ein weiteres folgte.

Die Solokarriere von Walter Becker verlief eher unspektakulär. Mit Steely Dan hat er jedoch über 40 Millionen Alben verkauft, die Gruppe wurde 2001 in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen. In den letzten Jahren war sie viel auf Tour gewesen. In diesem Jahr hatte Becker krankheitsbedingt bereits einige Konzerte verpasst. (Tsp)

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