Kultur : Warhol-Retrospektive: Berliner Galerien präsentieren Werk und Person des Exzentrikers

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Wer ist der Mensch hinter dem Label Andy Warhol? Die Widersprüchlichkeit im Wesen des schüchternen Popstars zwischen perfekter Selbstinszenierung und Ungreifbarkeit lässt die Porträtserie von Christopher Makos erahnen: 1981 fand die zweitägige Fotosession statt. Die 349 Porträts mit wechselnden Perrücken können für 750 Mark erworben werden (Pictureshow, Oranienburger Straße 27, bis 4. November; Dienstag bis Sonntag 14-21 Uhr) . Noch zwei weitere Berliner Galerien zeigen parallel zur Neuen Nationalgalerie Warhols Werke. Der Kunsthandel Wolfgang Werner präsentiert neben dem 1965 entstandenen Portfolio "11 Pop Artists" eine Auswahl von Warhols sensiblen Zeichnungen und Büchern aus den fünfziger Jahren (Fasanenstraße 72, bis 27. Oktober; Montag bis Freitag 10-13 Uhr und 15-18, Sonntag 10-14 Uhr) . Eine ungewöhnliche Sicht auf Warhols Werk wagt die wieder eröffnete Galerie Nicolaus Sonne Fine Arts: Auf leuchtend-bunten Wänden hängt ein Querschnitt von Warhols produktivem Schaffen, dazwischen alte Meisterwerke und Antiquitäten (Schlüterstraße 54, bis 3. November; Dienstag bis Freitag 14-19 Uhr, Sonnabend 12-16 Uhr) . Und Warhol? Er wäre vielleicht in einem Pulk von Begleitern auf die Eröffnungen gegangen, hätte ein paar Fotos geschossen und wäre wieder verschwunden.

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