Kultur : Was aus Etüden werden kann Vorbesichtigung zur Fotoauktion bei Lempertz in Berlin

-

Ohne Frage ist 2004 ein Fotojahr in Berlin: Die AugustSander-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau hat es eingeläutet, in Kürze beginnt im gleichen Haus die Henri- Cartier-Bresson-Schau und für Juni ist die Eröffnung des Museums für Fotografie mit der Sammlung von Helmut Newton angekündigt. Wer darauf nicht warten mag, dem ermöglicht das Kölner Auktionshaus Lempertz schon jetzt eine Auswahl erstklassiger Stücke, die am 8. Mai in Köln versteigert werden. Für zwei Tage sind unter anderem historische Arbeiten zu sehen, wie das um 1875 entstandene Album „Etudes de Paysage“ des französischen Fotografen Achille Quinet. Die 30 Albuminabzüge dokumentieren Landschaften, Dorfansichten und Genreszenen in stilistischer Nähe zur Malerei der Ecole de Fontainebleau (Taxe 3000 Euro).

Im Bereich der Fotografie des 20. Jahrhunderts stechen sechs Vintageprints von Heinrich Koch heraus. Denn nur selten kommen die zwischen 1929 und 1934 entstandenen Werke des jung verstorbenen Vertreters der Neuen Sachlichkeit überhaupt auf den Markt (Taxen um 2200 Euro). Unter den sechs Arbeiten von Heinz Hajek-Halke ragt ein Akt heraus, für den 9000 Euro erwartet werden. Stephen Shores Portfolio „Twelve Photographs“ (1976) ist die teuerste Offerte in der zeitgenössischen Fotografie mit einem Schätzpreis zwischen 14000 und 16000 Euro. wit

Vorbesichtigung bei Lempertz Berlin heute und morgen in der Linienstraße 153 (11–17 Uhr). Die Auktion findet am 8. Mai um 11 Uhr im Kölner Kunsthaus Lempertz statt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben