Kultur : Was du nicht siehst

FRANK NOACK

Die Absicht ist begrüßenswert.Steve Gomers Spielfilm nach der TV-Serie "Barney" will seine kleinen Zuschauer nicht mit digitalen Effekten verzaubern, sondern zum Nachdenken anregen.Leider ist die Botschaft, die er verkündet, mehr als fragwürdig.Sie lautet, daß Mädchen Phantasie und Jungen Verstand haben.Marcella und Abby, die zu ihren Großeltern aufs Land geschickt wurden, freunden sich dort mit dem Dino-Schweinchen Barney an, das allein in ihrer Vorstellung existiert.Ihr Bruder Cody hat für solchen Kinderkram kein Verständnis, er glaubt nur das, was man sehen kann.Der Film schildert, wie er langsam Phantasie entwickelt.Dagegen haben die Mädchen am Ende noch immer keinen Verstand.Regisseur Steve Gomers standen ansprechende Kinderdarsteller zur Verfügung, und die hausbackene Technik wirkt erholsam angesichts der heute üblichen Trickorgien.Auf der Plusseite sind ein paar gute Gags zu verzeichnen, und Jerry Hermans Musik hat bezaubernde Passagen.Für einen Kinofilm bietet "Barney" dann allerdings doch zuwenig.

Blauer Stern, Broadway, Colosseum, Hellersdorf, Spandau, Kosmos, Marmorhaus

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