Kultur : Was kommt nach Saddam Hussein?: Gut versteckt

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Mit der großen militärischen Gefahr, die vom Irak ausginge, begründet US-Präsident Bush seine Kampagne gegen Saddam Hussein. Die Zerstörung aller Massenvernichtungs-Mittel ist laut UN-Waffenstillstandsresolution die Voraussetzung für eine Aufhebung der 1990 verhängten Sanktionen. In siebenjähriger Tätigkeit hatten UN-Experten große Mengen von diesem Kriegsgerät zerstört.

Der Irak spielte Katz und Maus mit den Experten und konnte dabei zweifellos Waffen verstecken. Dazu zählen wohl Scud-Raketen, die Israel treffen könnten. UN-Experten sind überzeugt, dass der Irak noch über Bio-Waffen verfügt. Die UN-Sanktionen sollen eine Wiederaufrüstung des Iraks verhindern. Doch westliche Militärexperten stellten fest, dass jüngst verstärkt über Syrien Rüstungsprodukte geschmuggelt wurden. Und Russland leistet Bagdad technische Hilfe bei einem Atomreaktor, was - fürchten die USA - dem Irak die Neubelebung seines Atomwaffenprogramms ermögliche könnte.

Diverse in den Westen abgesprungene irakische Geheimagenten berichteten von einem "hoch mobilen" Programm zur Entwicklung chemischer und biologischer, sogar nuklearer Waffen. Die Anlagen seien so versteckt - in Spitälern, unter den Präsidentenpalästen, in Farmen außerhalb Bagdads -, dass sie kaum zu entdecken seien. Ob das stimmt, können nur UN-Waffenexperten feststellen. Denen verweigert Saddam die Einreise.

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