Was machen wir heute? : Essen wie ein Rockstar

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Letztes Jahr waren wir in Amerika. Eine große, besondere Reise war das, drei Wochen mit dem Auto von Florida an der Golfküste entlang bis New Orleans und dann Richtung Norden. Die kilometerlangen Strände waren noch unberührt vom Öl der Deepwater Horizon, Pelikane flogen in Formation am Horizont entlang, und manchmal zeigten sich weit draußen im Meer Delfine.

Leo, damals noch sieben, fand das klasse. Aber ziemlich großartig war für ihn auch, dass unser Auto einen eingebauten DVD- Player hatte und sich in manchen Hotelzimmern eine Playstation fand. Und dann war da noch das Hard Rock Cafe. Es ist ja unterwegs nicht einfach, Restaurants zu finden, die Kind und Eltern gleichermaßen zufriedenstellen. Immer nur Happy Meal sorgt irgendwann genauso für Streit wie immer nur schickes Strandrestaurant.

Klar, Hard Rock Cafes sind Touristenfallen, und man kann die T-Shirts, mit denen einem Leute auf der ganzen Welt begegnen, schon lange nicht mehr sehen. Aber das Leben mit Kind ist ein Kompromiss, kulinarisch sowieso. Und dass sich Leo plötzlich für Musik – meine Musik! – begeisterte, war neu.

„Ich werde Rockstar“, war seine selbstverständliche Schlussfolgerung, als wir in Biloxi zwischen all den Musikvideos und Memorabilia Steaks und Hamburger mampften. Die passende Pose war schnell eingeübt. In Nashville und St. Louis wurde schließlich immer klarer, dass Gitarrenunterricht her muss (hat allerdings bis heute noch nicht geklappt). Oder ging es nur um eine coole Gitarre?

Wie auch immer. Jedenfalls gehen wir heute ins Hard Rock Cafe in Berlin. Wir schwelgen in Erinnerungen an Biloxi, Pelikane und große Musik. Gitarren von Jimi Hendrix, Eric Clapton und Neil Young hängen an der Wand. Eine Jacke von Nina Hagen auch. Ist ja alles so schön bunt hier! Moritz Döbler

Das Berliner Hard Rock Cafe ist im Frühjahr an den Kurfürstendamm 224 umgezogen. Das Restaurant ist ab 11.30 Uhr geöffnet. Es gibt eine Kinderkarte.

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