Was machen wir heute? : Für den Nobelpreis üben

Heike Jahberg

Es ist wunderbar, dass zwei deutsche Wissenschaftler die diesjährigen Nobelpreise in Chemie und Physik bekommen haben. Und ich bin bereit, alles dafür zu tun, dass diese Reihe fortgesetzt wird. Ich halte mich dabei eng an das, was unser Vizekanzler Franz Müntefering gesagt hat. Als er Peter Grünberg und Gerhard Ertl gratulierte, schickte er eine versteckte Grußbotschaft an meine Kinder. Einen „Gruß an die Jungen: Macht voran, wir möchten, dass ihr in zehn, zwanzig Jahren auch Nobelpreise bekommt!“ sagte Münte. Ich möchte ergänzen: Jungen und Mädchen, Herr Minister!

Die Voraussetzungen sind günstig. Gerhard Ertl hat als Kind mit Eisenbahnen gespielt. Auch unser Großer, Tom, ist ein leidenschaftlicher Eisenbahnfreund. Schon in seinen ersten Lebensjahren hat er sich intensiv mit Eisenbahnen beschäftigt. Zu Weihnachten wünscht er sich eine Modelleisenbahn. Die Eisenbahnen liegen ihm sozusagen im Blut. Das scheint eine gute Voraussetzung zu sein, um später einmal den Chemie-Nobelpreis zu gewinnen.

Auch seine Schwester Linda gibt Anlass zur Hoffnung. Sie ist ein echtes Forschertalent. Jeden Abend schaut sie auf Kika die Wissenssendung „Wissen machtt Ah!“. Nur mit großer Mühe kann ich sie davon abhalten, in ihrem Zimmer oder in unserer Küche die Kika-Experimente nachzuvollziehen und aus saurer Milch Alleskleber zu basteln. Gerhard Ertls Mutter kannte diese Sorgen. Der kleine Gerhard hat nach der Eisenbahnphase nämlich mit chemischen Experimenten angefangen. So lange, bis seine Mutter gesagt hat: „Das geht so nicht weiter, stinkt zu sehr, da wirst du vergiftet.“

Danach ist Ertl auf das Basteln von Radios umgestiegen. Ein schönes Hobby, finde ich. Für Weihnachten habe ich schon mal zwei Bausätze besorgt. Heike Jahberg

„Wissen macht Ah“, montags bis donnerstags um 19.25 Uhr im Kika. Im Spektrum (Deutsches Technikmuseum, Möckernstraße 26, 10963 Berlin, Tel.: 90 254 275) können kleine Forscher selber naturwissenschaftliche Experimente machen

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