Was machen wir heute? : Unter Palmen Musik hören

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Es reicht. Schluss mit den kahlen Bäumen und den braunen Brachflächen, die in ihrem früheren Leben einmal Rasen gewesen sein müssen. Es soll endlich Frühling werden. Wir wollen Blätter an den Bäumen sehen und Blumen. Wir wollen wieder Blüten riechen. Schmetterlinge sollen durch die Lüfte flattern, der lange, lange Winter soll ein Ende haben.

Wie schön es sein wird, wenn die Welt wieder bunt ist, haben wir an den vergangenen Wochenenden erfahren können. Nein, wir waren nicht auf Hawaii oder auf Madagaskar, sondern in Dahlem. Dort liegt der Botanische Garten. Und der hat mehr zu bieten als Asterales, Caryophyllales und den Berliner Staudenmarkt. In den Gewächshäusern stehen die Pflanzen in sattem Grün, die Kamelien sind voll erblüht, im Mittelmeerhaus duftet es nach Sommer. Allein das ist schon einen Besuch wert. An den vergangenen Samstagen und Sonntagen kam aber auch noch die Musik dazu. Palmensinfonie heißen die Wandelkonzerte, bei denen Musiker in unterschiedlichen Häusern zur selben Zeit spielen. Klassische Musik, Jazz, Folk, je nach Geschmack und Temperament. Harfen waren zu hören, Bläser, Sänger, Schlagzeuge, Gitarren, exotische und altertümliche Instrumente. Und mittendrin eine kleine Bar, um sich in der Pause neue Lust anzuessen und anzutrinken.

Musik an ungewöhnlichen Orten zu hören macht Spaß. Allerdings klappt das auch nicht immer. Ich erinnere mich an ein nächtliches Konzert in der Gemäldegalerie, bei dem Geige, Bratsche und Flöte vereinzelte Besucher in den Schlaf wiegten.

Im Botanischen Garten ist niemand eingenickt. Die Kinder waren begeistert, wir Eltern auch. Von der Musik, den Pflanzen, den Snacks und den ungewöhnlichen Öffnungszeiten. Die Palmenkonzerte sind leider, leider vorbei. Aber im Sommer geht es weiter. Dann kommen die Sommerkonzerte und wir auch. Heike Jahberg

Die Sommerkonzerte finden vom 27. Mai bis zum 26. August statt, Programmhefte gibt es ab April

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