Kultur : „Weber“-Streit: Gericht weist Christiansen ab

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TVModeratorin Sabine Christiansen ist mit ihrem Antrag auf Unterlassung einer Passage in der Inszenierung des Gerhart-Hauptmann-Stücks „Die Weber“ am Dresdner Staatsschauspiel gescheitert. Das Dresdner Landgericht sah am Donnerstag das Persönlichkeitsrecht der TV-Moderatorin nicht in „unerträglicher Weise“ angegriffen. Christiansen hatte Passagen in dem Stück als Mordaufruf verstanden. Dennoch darf das Stück bis auf weiteres nicht aufgeführt werden. Der lizenzhabende Verlag Felix Bloch Erben hatte erfolgreich beantragt, dem Schauspielhaus die Aufführung aller Szenen mit dem Chor der Arbeitslosen zu untersagen, die wegen scharfer Angriffe auf Prominente für Aufsehen sorgten. Dabei hatte er sich darauf gestützt, dass die Text-Änderungen in der Dresdner Inszenierung so gravierend seien, dass man sie nicht ohne Absprache mit dem Verlag einfügen könne. dpa

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