Kultur : Weiss fordert Aufwertung der Bundeskulturstiftung

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Die Bundeskulturstiftung soll nach Ansicht von Kulturstaatsministerin Christina Weiss zu einem „geistigen Zentrum der Bundesrepublik“ werden. Sie werde das Engagement der Bürger für die Kultur fördern, sagte die parteilose Staatsministerin am Mittwoch in der Haushaltsdebatte zum Etat des Kanzleramtes. „Die Stiftung kann allen Unkenrufen zum Trotz die Vorteile föderaler Verfasstheit mit der Aufwertung zentraler Vorhaben durch den Bund vereinen“, meinte Weiss. Der jetzige Haushaltsentwurf sehe vor, die Mittel für die Bundeskulturstiftung auf 25,6 Millionen Euro zu verdoppeln. Ab 2004 verfüge sie über 38,3 Millionen Euro im Jahr. Erfreut zeigte sich Weiss darüber, dass die Länder ihren angekündigten Rückzug aus der bisher vom Bund und den Ländern gemeinsam getragenen Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin nicht verwirklichen werden. Das wichtigste Projekt der PreußenStiftung ist nach Angaben der Politikerin die Sanierung der Berliner Museumsinsel. Der Bund habe diese symbolträchtige Aufgabe übernommen, denn sie besitze wie kaum eine zweite „wirklich nationalen Rang“. Dafür habe der Bund jetzt 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zur Finanzierung der Hauptstadtkultur sagte die Staatsministerin, hier gelte das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Dabei kann und will der Bund sich nicht als Retter des Berliner Haushalts etablieren.“ Weiss richtete schließlich einen Appell an die Bundestagsabgeordneten: „Wagen Sie mit mir gemeinsam, mit dieser Regierung, mehr Kultur, eine Kultur jenseits elitärer Hinterzimmer“. dpa

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