Kultur : Weiter Sorge um kasachischen Regisseur Atabajew

Prominente Film- und Theaterschaffende sorgen sich weiter um den kasachischen Regisseur Bolat Atabajew, der am 15. Juni von der Polizei zusammengeschlagen und verschleppt wurde (Tsp. v. 18. 6.) Regisseur Volker Schlöndorff, der Leiter des Theaters an der Ruhr, Roberto Ciulli, die Schauspieler David Bennent und Daniel Wagner und andere rufen deshalb zur Demonstration am 27. Juni vor der Kasachischen Botschaft in Berlin-Pankow auf 18–20 Uhr, Nordendstr. 14). Dem berühmten Theatermann und besonnenen Dissidenten, der Ende August in Weimar mit der Goethe-Medaille geehrt werden soll, wird Anstiftung zu sozialer Unruhe vorgeworfen, wie anderen Regimekritikern auch. Er hatte jedoch lediglich die friedlichen Ölarbeiterproteste in Shanaosen unterstützt, bei denen im Dezember 15 Menschen getötet und über 100 verletzt wurden. Atabajews Gesundheitszustand sei angeschlagen, schreiben seine Berliner Unterstützer. „Die Haft sowie der Transport von Almaty in das 3000 Kilometer entfernte Aktau stellen eine große Belastung dar. Es besteht weder Kontakt zu seinen Verwandten noch zu seiner Rechtsanwältin.“ Jedes Engagement für ihn vor Ort könne eine Gefährdung der eigenen Freiheit bedeuten. Es sei leichter, sich hier für ihn einzusetzen. Tsp

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