Kultur : Welterbe-Liste: Leibniz’ Briefe, neue Stätten

Der Briefwechsel des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 –1716) wird Weltdokumentenerbe der Unesco. Das Welterbe-Komitee nennt die rund 15 000 Briefe, die der Mathematiker und Philosoph mit rund 1100 Korrespondenten wechselte, ein „Gründungsdokument der Moderne“. Das Komitee, das zur Zeit im neuseeländischen Christchurch tagt, hat nach Auskunft des polnischen Kulturministers außerdem das Konzentrationslager Auschwitz nun eindeutig als deutsches Lager gekennzeichnet. Es heiße künftig „deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager“. Auch wurden gestern drei Landschaften in die Welterbe-Liste aufgenommen: die Regenwälder von Atsinanana auf Madagaskar wegen ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierarten, der südchinesische Karst mit dem Steinwald von Shilin sowie die südkoreanische Vulkaninsel Jeju. Unklar ist, ob das Komitee bis Ende der Woche auch über den Aufnahmeantrag Heidelbergs entscheidet. dpa /Tsp

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