Welterbe-Streit in Dresden : Kritische Blicke auf Brückenentwürfe

Die Alternativentwürfe sechs renommierter Architekturbüros zur bisher geplanten Waldschlößchenbrücke sind in Dresden der Bevölkerung vorgestellt worden.

Entwürfe für die Elbbrücke
Foto: ddp

DresdenDie Alternativentwürfe sechs renommierter Architekturbüros zur bisher geplanten Waldschlößchenbrücke sind in Dresden der Bevölkerung vorgestellt worden. Das zuständige Gutachtergremium hatte daraus bereits am Freitagabend zwei Favoriten genannt. Es handelt sich dabei um die Arbeiten der beiden Stuttgarter Architekturbüros Werner Sobek und Schlaich Bergermann. Diese sollen dem Stadtrat empfohlen werden.

Das Gremium will am Dienstag darüber entscheiden, welche Alternativvorschläge die Rathausspitze dem Welterbekomitee vorstellt. Durch die Vorlage der neuen Entwürfe will die Stadt den drohenden Verlust des Unesco-Welterbetitels für das Elbtal verhindern und zugleich den Bürgerentscheid vom Februar 2005 für die Brücke erfüllen.

Entscheidung Ende Juni

Allerdings gilt es als fraglich, ob die Unesco überhaupt eine Brücke an der geplanten Stelle akzeptiert. Die Entscheidung soll Ende Juni fallen, wenn sich das Unesco-Welterbekomitee im neuseeländischen Christchurch trifft.

Unterdessen hat das Regierungspräsidium Dresden die Stadt angewiesen, erste Bauaufträge für die Anschlussabschnitte zur Brücke zu vergeben. Das Regierungspräsidium hatte diese Maßnahme getroffen, weil der zuständige Stadtratsausschuss am Donnerstag die Vergabe erster Bauaufträge unterlassen hatte, um nicht die Unesco zu brüskieren.

Nach Angaben von Baubürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) ist es auch nach Erteilung der Bauaufträge für die Brückenanbindung noch möglich, statt des geplanten einen der Alternativentwürfe umzusetzen. (mit ddp)

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