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Weltrekord bei Sotheby's : New Yorker Geschäftsmann kauft Talmud für 9,3 Millionen Dollar

Er besitzt schon Munchs "Schrei": Der New Yorker Geschäftsmann Leon Black hat Medienberichten zufolge den Bomberg-Talmud für 9,3 Millionen Dollar gekauft. Ein neuer Rekord.

Der Bomberg-Talmud, eine Art jüdische Gutenberg-Bibel.
Der Bomberg-Talmud, eine Art jüdische Gutenberg-Bibel.Foto: Promo

Der am Dienstagabend bei Sotheby's in New York aufgestellte neue Weltrekord für Judaica ist amerikanischen Medien zufolge Leon Black zu verdanken. Ihnen zufolge ist der New Yorker Geschäftsmann der Käufer des fast 400 Jahre alten Talmuds, der für 9,3 Millionen Dollar (8,5 Millionen Euro) versteigert wurde. Geschätzt war der sogenannte Bomberg-Talmud auf nur etwa sechs Millionen Dollar. Es sei das teuerste Stück Judaica, das je versteigert worden sei, hieß es vom Auktionshaus.

Unternehmer und Kunstsammler: Leon Black.
Unternehmer und Kunstsammler: Leon Black.Foto: dpa

Der Unternehmer und leidenschaftliche Kunstsammler Leon Black, der 1990 die Private-Equity-Firma Apollo Global Management gründete und in den Aufsichtsräten des Metropolitan Museum sowie des MoMA sitzt, hatte 2012 von sich reden gemacht, als er Edvard Munchs Gemälde "Der Schrei" kaufte, ebenfalls bei Sotheby's. Mit einem Auktionspreis von knapp 120 Millionen Dollar handelte es sich um das bis dahin höchste Gebot für ein Kunstwerk.

Der Bomberg-Talmud wurde Anfang des 16. Jahrhunderts in Venedig gedruckt

Der Bomberg-Talmud ist so etwas wie die Gutenberg-Bibel des Judentums. Der Buchdrucker Daniel Bomberg, ein Christ, hatte zwischen 1519 und 1523 in Venedig das heilige Buch der Juden in einer ersten Gesamtausgabe gedruckt. Es umfasst in der sogenannten Babylon-Fassung neun Bände mit zusammen fast 3500 Seiten, jeder 40 Zentimeter hoch und in Leder gebunden.
Die jetzt versteigerte Ausgabe sei in einem erstaunlich guten Zustand gewesen, hieß es von Seiten des Auktionshauses Sotheby's. Die Bände gehörten dem Gelehrten Richard Bruarne, nach seinem Tod 1565 lagen sie zunächst in Oxford in einer Kirche und dann 350 Jahre in der Westminster Abbey. Tsp/dpa

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