Kultur : Weniger Ausstellerauf der Frankfurter Buchmesse erwartet

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Erstmals seit Jahren wollen sich deutlich weniger Unternehmen auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren. Der Rückgang liege bei 5,3 Prozent, die Zahl der deutschen Aussteller habe sich sogar um fast 15 Prozent verringert, sagte der neue Direktor der Messe, Volker Neumann, am Donnerstag. Auch die vermietete Standfläche sei geringer als in den Vorjahren. Zu den Ursachen zählte Neumann vor allem wirtschaftliche Schwierigkeiten im Verlagswesen.

Insgesamt nehmen an der Messe vom 9. bis 14. Oktober 6284 Aussteller aus 110 Ländern teil. Diesjähriges Gastland ist Litauen. 18 religiöse Verlage haben nach Differenzen über die Platzierung der Stände ihre Teilnahme abgesagt. Steigerungen seien bei den Comics zu verzeichnen, dort habe sich die Zahl der Aussteller seit 2000 verdoppelt.

Unter dem Motto „Bridges for a world divided“ (Brücken für eine geteilte Welt) soll auf der Messe über Globalisierung und kulturelle Identität debattiert werden. Zum Kongress „Frankfurt Futura Mundi“ werden unter anderem die UNICEF-Exekutivdirektorin Carol Bellamy, die Globalisierungskritikerin Naomi Klein und der Schriftsteller Amos Oz erwartet. Der Themenschwerpunkt solle jedoch nicht das Konzept der Gastländer ablösen, hieß es. dpa

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