Kultur : Wenn der Euro kommt: Glänzende Geschäfte - Wie Betrüger die Euro-Angst ausnutzen

(uls)

Der Euro ist ein glänzendes Geschäft - vor allem für Betrüger. Mit Aufrufen wie "Bringen Sie Ihr Geld in Sicherheit" oder "Die Alternative zum Euro - Retten Sie Ihr Kapital" versucht ein ganzer Pulk krimineller Organisationen, Profit aus den Ängsten der Verbraucher vor der Währungsumstellung zu schlagen. In Zeitungsanzeigen bieten sie verunsicherten Anlegern aus dem Euroraum scheinbar günstige Immobilien, Investitionen in Schweizer Franken oder gar Diamanten an. "In Wirklichkeit sind hier jedoch regelrechte Abzocker am Werk. Statt Diamanten gibt es dann wertlose Steine, statt der Luxusimmobilie ein Schrottobjekt", so Volker Pietsch, Euro-Beauftragter der Verbraucherzentrale Berlin. Vielfach steckten sich die Betrüger das Geld ihrer Kunden auch einfach in die Tasche und verschwänden dann von der Bildfäche.

In den verbleibenden Monaten vor der endgültigen Einführung des Euro-Bargeldes, warnt der Verbraucherschützer, könnten außerdem vermehrt so genannte "Blüten", also Falschgeld, in Umlauf gebracht werden. "Fälscherbanden werden versuchen, ihre restlichen DM-Blüten zu entsorgen." Verbraucher, so Volker Pietsch, sollten daher in der nächsten Zeit besonders wachsam sein und sich Geldscheine genau ansehen. "Wem ein Geldschein merkwürdig vorkommt, der sollte ihn nicht annehmen beziehungsweise ihn nicht weiter in Umlauf geben." Doch auch nach der Währungsumstellung auf den Euro ist Vorsicht geboten, denn die Fälscher werden sich schnell auf das neue "Produkt" einstellen. Volker Pietsch: "Um ihnen das Geschäft zu erschweren, sind die Sicherheitskriterien der neuen Scheine bisher nicht bekanntgegeben worden. Einige sollen sogar ganz geheim gehalten werden."

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