Kultur : WER SIND DIE OSSETEN?

Georgier und Osseten sind ethnisch nicht miteinander verwandt. Erstere gehören zur kaukasischen Sprachfamilie. Letztere gehen auf das iranische Reitervolk der Alanen zurück, das im 1. Jahrhundert n. Chr. in den Nordkaukasus einwanderte. Um sich gegen deren Überfälle zu schützen, bauten die Georgier im Mittelalter Festungsanlagen von ähnlicher Dimension wie die chinesische Mauer. Anders als Tschetschenen und Tscherkessen beteiligten sich die Osseten an keiner der antirussischen Erhebungen, die den Nordkaukasus seit dem 18. Jahrhundert periodisch erschütterten. 1918 kam die Südhälfte Ossetiens zu Georgien. Dort hatte mit Hilfe der Bolschewiki eine Regierung das Sagen, die Stalin half, die Sowjetmacht auch in Georgien zu etablieren. Hoffnungen der Osseten, Moskau werde als Dank dafür ihr Siedlungsgebiet zu einer Sowjetrepublik aufwerten und beide Landeshälften wiedervereinigen, erfüllten sich nicht. Der Norden wurde eine Autonome Sowjetrepublik innerhalb der Russischen Föderation, der Süden blieb

als Autonomes Gebiet georgisch. 1989 stimmte das südossetische Parlament für eine Trennung von Georgien. Praktische Schritte dazu unternahm die Region, die damals 75 000 Einwohner zählte, aber erst nach dem Ende der Sowjetunion 1991. Nach bürgerkriegsähnlichen Kämpfen vereinbarten beide Seiten einen Waffenstillstand, dessen Garantiemacht Russland ist. International wird Südossetien nicht anerkannt – dafür aber massiv von Russland unterstützt. Ein Referendum, bei dem die Bevölkerung Ende 2006 fast einmütig für die Unabhängigkeit stimmte, wurde von

Georgien nicht anerkannt. win

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