Kultur : Wider den Trübsinn

Allein diese Namen: Professor D. Moritz-Maria von Igelfeld, Professor Detlef Amadeus Unterholzer, Professor Dr. Dr. h.c. Florianus Prinzel, Romanisten allesamt, sich eifersüchtig zugetan. Von Igelfeld, Verfasser des wohl zu Unrecht unverkäuflichen Standardwerks „Portugiesische unregelmäßige Verben“, durchlebt die Tiefen des akademischen Lebens, reist durch die Welt der wissenschaftlichen Kongresse, ernsthaft, aufrichtig und absolut aberwitzig. Ein Roman, den die Welt nicht braucht und der nichts mitteilt. Allein, das Buch ist so brüllend komisch, McCall Smith ein so scharfer Beobachter und filigraner Erzähler, dass die Welt ohne diesen Roman ärmer wäre. Ein Roman gegen schlechte Laune, Trübsinn und hochmütigen Tiefsinn. Lachen ist nicht die schlechteste Empfindung, die ein Buch wecken kann. uem

Alexander McCall Smith: Die verschmähten Schriften des Professor von Igelfeld. Aus dem Englischen von Thomas Stegers. Blessing, München 2007. 448 Seiten, 19,95 €.

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