• Wie der NS-Zeit gedenken?: Andreas Nachama über Ernst Nolte und den Konrad-Adenauer-Preis (Kommentar)

Kultur : Wie der NS-Zeit gedenken?: Andreas Nachama über Ernst Nolte und den Konrad-Adenauer-Preis (Kommentar)

Andreas Nachama

Dem Historiker Ernst Nolte, bekannt durch abstruse Spekulationen über die Geschichte des 20. Jahrhunderts, wurde der "Konrad-Adenauer-Preis" der Deutschlandstiftung verliehen. Konrad Adenauer würde sich im Grabe umdrehen. Der Gründungskanzler des neuen Deutschland war kein Verfechter irgendeiner Revisionismustheorie des Holocaust. Er stand als einer der Väter des Grundgesetzes für die Lehre des "Nie wieder!". Armer Adenauer! Horst Möller ist Nachfolger des in seinen Forschungen selbst Geschichte machenden Martin Broszat und steht an der Spitze des zur Erforschung des Dritten Reiches äußerst renommierten "Instituts für Zeitgeschichte". Er hat mit seiner Laudatio seinem Institut, aber insbesondere sich selbst einen Bärendienst erwiesen. Armer Möller!

Ernst Nolte steht für spekulative Halbwahrheiten und Faktenmissachtung. Die Verleihung des "Konrad-Adenauer-Preises" an ihn stellt sein Werk auf den Kopf. Herr Nolte hätte den Preis nicht annehmen dürfen, wenn er seine eigenen Bücher ernst nähme. Armer Nolte!

Möller hat durch seine Laudatio auf Nolte seinem Institut schwersten Schaden zugefügt, er möge die Konsequenzen daraus ziehen und zurücktreten. Der Einzige, der sich nicht wehren kann, ist Konrad Adenauer. Deshalb protestiere ich aufs Schärfste gegen diesen Versuch, Noltes abstruses Gedankenwerk gesellschaftsfähig zu machen.

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