Kultur : Wieder mehr Aussteller auf der Leipziger Buchmesse

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Noch bevor die Leipziger Buchmesse am Donnerstag ihre Pforten für das Publikum öffnet, melden die Veranstalter die ersten Erfolge: Um fünf Prozent ist das Frühjahrstreffen der Branche im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Mehr als 2000 Aussteller aus 29 Ländern bespielen vier Tage lang 44000 Quadratmeter. Besonders gewachsen ist der Bereich für Kinder und Jugendliche mit nun 260 Begleitveranstaltungen im Vergleich zu 190 im Jahr 2003. Im Bereich Comic gilt der Besuch des japanischen MangaKünstlers Akira Toriyama als Höhepunkt.

Mehr als 1000 Autoren treffen bei der traditionellen Veranstaltungsreihe „Leipzig liest“ auf ihr Publikum. Erwartet werden unter anderem Christa Wolf, Christoph Hein, Adolf Muschg, Jeffrey Eugenides, Manfred Krug, Hermann van Veen und Helmut Kohl. Zusätzlich wird in diesem Jahr die neue Abendreihe „Leipzig hört“ ins Leben gerufen. Die Absatzzahlen der Hörbuch-Branche sind daran nicht ganz unschuldig: zwischen 2002 und 2003 stiegen sie um 21,6 Prozent. Und so kann man sich auf die Vorleser Helge Schneider, Wiglaf Droste oder Ralf Sotschek freuen. Das „Autorenspecial 2004“ beleuchtet das Verhältnis der neuen und alten EU–Länder zu Amerika. Sechs Autoren nehmen dazu Stellung.

Der Deutsche Bücherpreis wird am Donnerstag zum dritten Mal verliehen. Die Preisträgerin in der Kategorie Lebenswerk steht mit Mirjam Pressler bereits fest. Am Freitag werden die ersten Werke für die neue Germanistische Bibliothek der Universität von Bagdad übergeben. Deutsche Verlage und Institutionen unterstützen den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Bibliothek mit rund 10 000 Büchern, die in den nächsten Wochen geliefert werden sollen.

Der morgige Tagesspiegel steht ganz im Zeichen des Buches. Auf vier Sonderseiten und in Kurzrezensionen auf jeder Seite werden die wichtigsten Neuerscheinungen dieses Frühjahrs besprochen. ded

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