Kultur : Wieder mit Chor: „Die Weber“ in Dresden

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Das Dresdner Staatsschauspiel zeigt vom 10. Mai an mit Ausnahme von zwei kurzen Passagen wieder die ursprüngliche Fassung von Gerhart Hauptmanns „Die Weber“. Die Bühne beruft sich auf einen Zwischenbescheid des Berliner Kammergerichts im Berufungsverfahren. Laut Geschäftsführer Hergen Gräper vertritt das Gericht die Auffassung, dass ein globales Verbot der Inszenierung von Volker Lösch nicht haltbar sei. Es halte lediglich die Passagen mit „Tötungsfantasien“, die der Tendenz des Originals zuwiderliefen, für nicht zulässig. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. „Die Weber“ hatten am 30. Oktober 2004 Premiere; der Verlag Felix Bloch Erben hatte jedoch bewirkt, dass das Stück wegen eines vom Urtext abweichenden „Chors der Arbeitslosen“ Ende November abgesetzt werden musste. Von Mitte Februar an hatte das Theater den Chor daher in einer Textcollage als „Hommage an Gerhart Hauptmann“ gespielt. Original und Hommage, die den „Skandal“ thematisiert, sollen bis zum Spielzeitende gezeigt werden.dpa

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