• WIEDERERÖFFNUNG HAUS DER KULTUREN„New York – States of Mind“: Die Straße als Metapher

WIEDERERÖFFNUNG HAUS DER KULTUREN„New York – States of Mind“ : Die Straße als Metapher

Christina Tilmann

Natürlich ist das Thema dem Genius Loci geschuldet: Vor 50 Jahren wurde die Kongresshalle in Berlin eingeweiht. Das schnell „Schwangere Auster“ getaufte Gebäude war ein Geschenk der Vereinigten Staaten an die damalige Mauerstadt Berlin. Nur naheliegend daher, die Wiedereröffnung des Hauses der Kulturen der Welt, das seit der Wende in dem schwungvollen Fünfziger- Jahre-Bau im Tiergarten residiert und nun nach einjähriger Renovierungspause wieder den Betrieb aufnimmt, unter das Motto „New York“ zu stellen. Konzerte, transatlantische Gespräche, Konferenzen und Filmreihen stehen auf dem Programm – und die große, von Shaheen Merali kuratierte Eröffnungsausstellung „New York – States of Mind“.

New York, das war für die Kunstszene seit dem Zweiten Weltkrieg eine der interessantesten Städte der Welt, vor allem in den sechziger und siebziger Jahren. Klassiker wie Gordon Matta-Clark, Hans Haacke, Marcel Duchamp zeugen davon. Aber auch heutige Künstler wie Nikki S. Lee, Patty Chang, Ian Burns, Fred Wilson und Sarah Morris beschäftigen sich mit dem Verhältnis zwischen Kunst und Öffentlichkeit, mit der Straße als Metapher für die Stadt, mit Kunst und Politik, vor allem auch nach 9/11. Was ist aus dem Traum der freien Welt geworden? Heute gilt nicht nur New York, sondern auch Berlin als inspirierende Kunststadt, mehrere der in der Ausstellung vertretenen Künstler lebten zeitweilig hier. Grund genug, eine anregende Wiederaufnahme der transatlantischen Beziehungen zu erwarten. Christina Tilmann

Haus der Kulturen der Welt, Eröffnung: Do 23.8., 19 Uhr,

Eintritt frei, bis So 4.11., Di-So 10-21 Uhr, 5 €, erm. 3 €

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