Wohin am Abend? : Kulturtipps für Berlin

Das lange Wochenende steht vor der Tür - und die Stadt hat von Konzerten über Performances bis hin zu Lesungen so einiges zu bieten. Unsere Kulturtipps!

Camille O'Sullivan. Foto: Stephen Powell
Camille O'Sullivan.Foto: Stephen Powell

Chanson: Camille O'Sullivan

In ihrem neuen Programm „Changeling“ schlägt Camille O’Sullivan den Bogen von Brecht zu Bowie, mit Ausflügen in die Weimarer Republik und den Indie-Rock.

4. und 5. Mai, 20 Uhr, 24,50–29,50 Euro, Bar jeder Vernunft Schaperstr. 24

Konzert: Imogen

Das von dem jungen Dirigenten Yoel Gamzou geleitete “IMOGEN”-Orchester will Genre-Barrieren aufbrechen und innovative Programme anbieten. Der Abend startet mit einer Collage, deren „Zutaten“ die Zuhörer erst im Nachhinein erfahren. Darauf folgt Waltons Sonate für Streichorchester. Das Finale gestaltet Gilles Apap mit Sarasates „Zigeunerweisen“ und Bach.

4. Mai, 19 Uhr, 20 Euro, Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Mitte

House: Kaytranada

Nichts klingt mehr nach einer lauen Sommernacht als ein smoother Mix aus Rap, Bass und House. Zwar dauert es noch bis zum Sommer, doch der DJ und Producer mit haitianischen Wurzeln, der schon für The Internet und Azealia Banks gearbeitet hat, lässt schon mal die Urban Beats tanzen. Für die Show ist ein ganz spezieller Überraschungsgast angekündigt.

5. Mai, 20 Uhr, 20 Euro, Astra Kulturhaus, Revaler Str. 99, Friedrichshain

Lesung: André Heller

„Das Buch vom Süden“ heißt André Hellers neuer Roman. Darin drängt es den Wiener Museumsdirektorsohn Julian Passauer gen Süden. Diese Sehnsucht hat der „fleißige Taugenichts“ vom Vater geerbt, und sie ist es, die ihn auf einem Schiff bis zum Horn von Afrika führt.

5. Mai, 20 Uhr, 12/9 Euro, Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Pl. 1, Mitte

Oper: Lohengrin

Die Deutsche Oper handelt pragmatisch, trägt die unglücklichen Inszenierungen der Ära Harms mit Fassung und tut das einzig Richtige: bei der Besetzung glänzen. Mit Klaus Florian Vogt, Manuela Uhl und Anna Smirnova bleiben keine Wünsche offen. Und wer möchte sich nicht wenigstend am Vatertag mit einem Ritter in glänzender Rüstung identifizieren?

5. Mai, 17 Uhr, 39–128 Euro, Deutsche Oper, Bismarckstr. 35, Charlottenburg

Performance: Schädel X

In deutschen Universitäten und Museen lagern tausende Schädel aus den Kolonien. 100 Jahre später mehren sich Forderungen nach einer würdevollen Behandlung und Restitution. Zwei biografische Geschichten führen durch die Kolonialgeschichte ins Innerste des eigenen Schädels.

4.-7. Mai, 20 Uhr, 13/8 Euro, Sophiensaele, Sophienstr. 18, Mitte

Musikfilm: "Der Mensch als Solist" und "Whiplash"

Vom 5. bis 8. Mai gehen in Kreuzberg beim X-Jazz-Festival mehr als 70 Jazzkonzerte über diverse Bühnen. Das Babylon Kreuzberg am Kottbusser Tor mischt auch mit, und zwar mit diesem Doppelprogramm. Los geht’s mit der Doku „Als Mensch ein Solist“, zu der der Protagonist, die Jazzlegende Günter Baby Sommer, auch ein Live-Set bieten wird. Um 20 Uhr läuft dann „Whiplash“, das eindringliche Drama über einen Schlagzeuger und seinen fordernden Lehrer.

ab 17 Uhr, 10/7,50 Euro, Babylon Dresdner Str. 126, Kreuzb.

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