Kultur : Yann Martel gewinnt Booker-Preis

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Der zurzeit in Berlin lebende Schriftsteller Yann Martel (39) wird mit dem diesjährigen BookerPreis ausgezeichnet. Der Kanadier erhielt den mit 50000 Pfund (80 000 Euro) dotierten Preis, die bedeutendste literarische Auszeichnung Großbritanniens, am Dienstagabend für seinen Roman „The Life Of Pi“. Der britische „Guardian“ nennt das Buch „eine Mischung aus Abenteuerroman und religiöser Meditation“, während die Jury-Vorsitzende Lisa Jardine das Werk als „kühn und erfindungsreich“ rühmt. Der Roman, der bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt worden ist, erzählt die Geschichte von Piscine Molitor Patel, Sohn eines indischen Zoobesitzers. Der 16 Jahre alte Junge hat zweierlei Gaben: einen ausgeprägten Sinn für Religion – der Held fühlt sich als Hindu zugleich vom Islam und vom Christentum angezogen – und eine große Zuneigung zu Tieren.

Yann Martel, der als Sohn kanadischer Diplomaten in Spanien geboren wurde und in Alaska, Kanada, Costa Rica, Frankreich und Mexiko aufwuchs, hat in diesem Winter die Samuel-Fischer-Gastprofessur für Literatur an der Freien Universität Berlin inne. dpa

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