Kultur : Zeitung verzichtet auf Fotos vom Gibson-Film

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Die „Westdeutsche Zeitung“ hat sich entschlossen, keine Szenenfotos von Mel Gibsons umstrittenem JesusFilm „Die Passion Christi“ zu drucken. Man wolle der Debatte um den Film zwar nicht ausweichen, habe aber entschieden, „die Macht der Bilder nicht länger zur unfreiwilligen Werbung einzusetzen“, heißt es in einem Kommentar – zumal die vom Verleih angebotenen Szenenfotos das „maßlose Blutbad schönen“. Tatsächlich wurden den deutschen Medien etwa von der Geißelung und der Annagelung Jesu am Kreuz, beides extrem lange Szenen des Films, keinerlei Fotos zur Verfügung gestellt. Auch eine Nachfrage des Tagesspiegels nach entsprechendem Material, das den Charakter des Films besonders treffend widerspiegelt, war vom Verleih Constantin abschlägig beschieden worden. Zur Begründung hieß es, man habe aus den USA solche Fotomotive nicht bekommen. Tsp/dpa

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