Zentrum nimmt Gestalt an : Richtfest für jüdisches Gemeindezentrum

In München ist der Grundstein für ein 57 Millionen Euro teures jüdisches Gemeindezentrum gelegt worden. Die Synagoge soll am 9. November eröffnet werden.

München - Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung ist am Freitag das Richtfest für das neue Jüdische Zentrum in München gefeiert worden. Neonazi-Umtriebe hatten vor zwei Jahren einen Schatten auf die Grundsteinlegung geworfen. Die Polizei deckte damals Pläne zu einem Terror-Anschlag am Tag des Festakts auf. Die Neonazis wurden zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

«Es freut und bewegt mich zutiefst, dass das Zentrum nach den jahrelangen Planungen nun Gestalt annimmt und das Judentum im Herzen unserer Stadt eine neue Heimat finden wird», sagte Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Auf dem Gelände entstehen eine neue Hauptsynagoge, ein Gemeinde- und Kulturzentrum mit Kindergarten und Grundschule und ein Jüdisches Museum.

Am 9. November des kommenden Jahres, dem 68. Jahrestag der Pogromnacht, soll die Hauptsynagoge eröffnet werden. Die Gesamtkosten für den Bau des Jüdischen Zentrums liegen bei rund 57 Millionen Euro. (tso/dpa)

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