Kultur : Zum Ersten

Das Auktionshaus Lempertz etabliert sich in Brüssel

Eine Architekturperle hat das Auktionshaus Lempertz in Brüssel erworben. Das Gebäude in der Rue du Grand Cerf an der Place du Petit Sablon war 1904 von dem progressiven belgischen Architekten Jules Barbier als Auktionshaus erbaut worden. Als solches soll es in Zukunft auch wieder genutzt werden. Geschäftsführer Henrik Hanstein schwärmt: „Alles ist noch im Originalzustand erhalten – der 14 mal 18 Meter große und fünf Meter hohe Auktionssaal mit dem Gemäldeaufzug.“ Das Jugendstil-Ensemble in direkter Nachbarschaft der sich dort kürzlich angesiedelten New Yorker Galerie Barbara Gladstone und fast in Sichtweite des Auktionshauses von Pierre Bergé beherbergte zuletzt die Galerie Moderne.

Nun wird das Haus im Sinne des Denkmalschutzes wieder hergerichtet. Hanstein hofft, dass 2012 die erste Afrika-Auktion durchgeführt werden kann. Es könnten dort auch kleine Spezialmessen parallel zur Brussels Antiques & and Fine Arts Fair und der Brussels Ancient Art Fair präsentiert werden. Drei Auktionen mit afrikanischer und ozeanischer Kunst führt das Kölner Auktionshaus Lempertz derzeit jährlich in Brüssel durch – demnächst in eigenen Räumen mit viel Platz für Vorbesichtigungen und in einer Nachbarschaft, die zunehmend Galerien und Kunsthändler anzieht. ch

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