Zweitausendeins : Neuer Besitzer plant zehn weitere Läden

Der Zweitausendeins-Versand wird nach den Plänen seiner neuen Besitzer Rainer und Michael Kölmel mittelfristig etwa zehn neue Läden eröffnen.

Leipzig - "Wir sehen Potenzial vor allem in großen Unistädten", sagte der Medienunternehmer Michael Kölmel. Derzeit gibt es 13 Zweitausendeins-Geschäfte, in denen der Verlag zusätzlich zum Versandhandel Bücher, CDs, DVDs und Software verkauft. Dazu gehört auch der neue Laden in Leipzig, der Anfang November eröffnet wurde.

Die Brüder Kölmel haben im September mit ihrer MK Medien Beteiligungs GmbH den in Frankfurt am Main ansässigen Verlag übernommen. Zweitausendeins wurde 1969 gegründet, hat etwa 150 Beschäftigte und kommt auf einen Jahresumsatz von rund 40 Millionen Euro. Kölmel will vor allem den Vertrieb von Filmen seiner Kinowelt-Gruppe stärken.

"Zweitausendeins erzielt 45 Prozent des Umsatzes mit Büchern, 40 Prozent mit CDs und nur 15 Prozent mit DVDs", sagte Kölmel. "Im Gesellschafterkreis gab es keinen ausgewiesenen Filmexperten." Insbesondere Filme mit hohem künstlerischen Anspruch der Kinowelt-Marke "Arthouse" passten gut zu Zweitausendeins.

Bei den neuen Läden will Kölmel das Konzept ändern. "Ich stelle mir eine Mischung aus Kinowelt-Shops mit den Angeboten von Zweitausendeins vor", erklärte Kölmel. Damit will er auch als Untermieter in Buchläden einziehen. Kinowelt hat etwa 1300 DVDs im Angebot, jeden Monat kommen 30 bis 40 dazu. "Zweitausendeins ist eine der ganz wenigen Marken in Deutschland, die für Glaubwürdigkeit und gute Preise stehen. Offensichtlich will der Kunde das haben", meinte Kölmel. (tso/dpa)

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