Zwischen Trash und Dada : John Bock in der Galerie Klosterfelde

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Große Geheimniskrämerei in der Galerie Klosterfelde: Der Performancekünstler John Bock wird den Raum in der Potsdamer Straße bespielen. Doch über das Wie und Was schweigt sich die Galerie aus. Sonst sei es ja keine Überraschung mehr, heißt es. Ob das bedeutet, dass dieses Mal alles anders wird, als man das vom Künstler gewohnt ist? Der Titel der Installation klingt jedenfalls nach einem typischen Bock: „Ohr-Walachei.“

Der Berliner Künstler ist bekannt für Materialschlachten, für Basteleien zwischen Trash und Dada und für krude Aktionen, in denen er pseudowissenschaftliche Theorien zusammenspinnt. Zuletzt hatte Bock, geboren 1965, der Temporären Kunsthalle eine großartige Abschiedsausstellung beschert: Die von ihm kuratierte Schau „Fischgrätenmelkstand“ versammelte in einem viergeschossigen Aufbau Werke von mehr als 60 Künstlern. Auf dem Parcours lugte der Besucher in Guckkästen, lauschte Klanginstallationen und schlängelte sich an Essensresten vorbei – ein Abenteuerspielplatz mit Wunderkammern. Und dieses Mal? In den Ankündigungen heißt es: John Bock werde den Raum sprechen lassen. Anna Pataczek

Klosterfelde, bis 4. Juni, Potsdamer Str. 93, Di-Sa 11-18 Uhr

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