Kulturhauptstadt : Erfolgreiches Jahr für Luxemburg

Luxemburg feierte sich ein Jahr als Kulturhauptstadt Europas. Ein voller Erfolg, so die Festivalleitung. Besonders auch mit dem Blick auf die kreativen Kooperationen der Zukunft.

LuxemburgZwischen zweieinhalb und drei Millionen Menschen haben die rund 450 Projekte und 5000 Veranstaltungen des Kulturjahres besucht, sagte Robert Garcia, Chefkoordinator des Festivals. Das Ziel, mit einem "jungen und innovativen Profil" ein neues Kulturpublikum zu begeistern, sei erreicht worden: Der Zuspruch der 19- bis 24-Jährigen sei außergewöhnlich stark gewesen. Das Jahr geht am 8. Dezember mit einem Abschlussfest in Luxemburg zu Ende.

"Die Begeisterung und der Motivationsschub sollen keine Eintagsfliege sein", sagte Garcia. Viele der Projekte und Festivals, die die Kulturhauptstadt initiiert habe, gehen weiter. Das könne nicht nahtlos passieren, weil die Finanzierung noch geklärt werden müsse, aber doch nach einer kurzen Pause. "Wir spüren bei den Kulturschaffenden überall eine Bereitschaft weiterzumachen. Das ist für uns das Wichtigste", sagte Garcia. Eine grenzüberschreitende Agentur solle ab Mai 2008 startklar sein, um Künstler bei Projekten in dem Grenzgebiet zwischen Belgien, Deutschland, Luxemburg und Frankreich unbürokratisch zu beraten, zu helfen und sie zusammenzubringen.

Kulturjahr schafft Kontakte

Das Kulturjahr habe vor allem Künstler der Großregion, in der elf Millionen Menschen leben, enger zusammengebracht. Umfragen hätten ergeben, dass rund 40 Prozent der Bevölkerung in Luxemburg und der Großregion mindestens eine der Kulturveranstaltungen besucht haben. Bis Mai soll es eine externe Auswertung zu den Besucherzahlen und - gruppen geben.

2007 hat erstmals nicht nur eine Stadt, sondern eine ganze Region den Titel der europäischen Kulturhauptstadt getragen. Neben Luxemburg gehörten Rheinland-Pfalz, das Saarland, Lothringen und Wallonien dazu.

Das Abschlussfest am 8. Dezember solle "keine Beerdigung mit Trauermarsch" sein, sondern eine "gediegene lustige Feier". Neben Straßentheater, Musikgruppen und einem karnevalesken Umzug könnten unter anderem 2007 junge Leute in der Rotunde mit DJs aus allen Regionen der Großregion feiern. Mehrere 10.000 Besucher werden zu der Party erwartet. (dm/dpa)