Kulturkampagne : Deutsche Kunst in China

Die deutsch-chinesischen Kulturbeziehungen wachsen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat bei einem Besuch in China eine Markus-Lüpertz-Ausstellung in Nanjing eröffnet. Deutsche Künstler werden dort immer populärer.

Peking/Nanjing"Lüpertz sieht sich als Künstler immer in der Verantwortung, seine Kunst in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen", sagte Neumann über den Maler und Bildhauer. "Seine Werke haben wesentlich dazu beigetragen, die zeitgenössische deutsche Kunst gerade auch in China bekannt zu machen." Neumann hatte Kanzlerin Angela Merkel, die am Mittwoch nach Tokio weiterreiste, beim Start der Image- und Kulturkampagne "Deutschland und China - Gemeinsam in Bewegung" während ihres zweiten China-Besuchs begleitet.

Lüpertz, 1941 in Böhmen geboren, ist langjähriger Rektor der Kunstakademie in Düsseldorf. Seine meist großformatigen Gemälde machten ihn in einer Riege mit Jörg Immendorff, Gerog Baselitz oder Anselm Kiefer zu einem der wichtigsten figurativen Gegenwartskünstler. Wiederholt setzte er sich mit der deutschen Geschichte in seinen Werken auseinander, die er oft als Serien konzipiert.

Der Staatsminister, der am Donnerstag in Peking die Präsentation Deutschlands als Gastland auf der Pekinger Buchmesse eröffnen wird, lobte die Entwicklung der deutsch-chinesischen Kulturbeziehungen. Sie stünden den exzellenten Wirtschaftsbeziehungen in nichts nach. Die dreijährige Veranstaltungsreihe, mit der sich Deutschland in China als modernes, innovatives und kulturreiches Land präsentiert, sei ein Beweis "für die hohe Qualität unserer bilateralen Beziehungen im Kulturbereich". Den Auftakt hatte am Vorabend die Ballettaufführung "Romeo und Julia" des Nationalballetts China in Kooperation mit dem Stuttgarter Staatsballett gemacht. (mit dpa)