Der Tagesspiegel : "Kulturland Brandenburg 2001": Brandenburg startet Ausstellungsreihe zum Preußenjahr

Thorsten Metzner

Brandenburgs Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) hat am Montag in Potsdam den Startschuss für die Brandenburger Veranstaltungs- und Museumssaison anlässlich des Preußenjahres gegeben. Diese wird am Samstag im Rahmen der diesjährigen Kampagne "Kulturland Brandenburg 2001" mit der Eröffnung der ersten brandenburgischen Ausstellung zum Preußenjahr in Altranft (Märkisch-Oderland) starten. Im dortigen Freilichtmuseum wird - bis zum 12. August 2001 - eine neue Sonderausstellung über die "Die süße Seite der Agrarreformen - Zucker aus dem Oderbruch" gezeigt." War seit den Eröffnungsfeierlichkeiten im Januar vom Preußenjahr recht wenig zu hören, sollen in den nächsten Wochen und Monaten landauf und landab in Brandenburg zahlreiche "Preußen-Ausstellungen" zum früheren Militär-, Agrar-, Bildungs- und Industriealltag in der Region sowie am 18. August die zentrale Ausstellung im künftigen Haus für Brandenburg-Preußische Geschichte im Potsdamer Kutschstall ihr Pforten öffnen. Im Grunde gehe das Preußenjahr "jetzt erst richtig los", so Wanka. Sie hoffe, dass trotz der "schwierigen Thematik" mehr als 380 000 Besucher die Ausstellungen und Veranstaltungen besuchen werden.

"Wir wollen nicht allein aus der Perspektive Potsdams, sondern der der kleinen und mittleren Orte der Mark zeigen, was Preußen prägte und dabei Schwarz-Weiß-Steretotypen aufbrechen", beschrieb Professor Hans Wilderotter, der dem Fachbeirat für die Kulturreihe vorsteht, das Konzept. So wird in der Viadrina in Frankfurt (Oder) ab 9. Juni eine Sonderausstellung an die älteste märkische Universität erinnern.

Im Klosterstift Heiligengrabe (1. Juli bis 3. Oktober) wendet man sich "Preußens FrauenZimmern" zu - "preußischen" Frauenpersönlichkeiten der unterschiedlichsten Herkunft. Im Schloss Reckhahn ist ab 4. August eine Ausstellung über den preußischen Schulreformer Friedrich Eberhard von Rochow zu sehen. Im Dominikanerkloster in Prenzlau zeigt ab 17.Juni eine Sonderausstellung, wie das Militär den Alltag in der Garnisonstadt prägte. Und im Hüttenmuseum Peitz kann ab 30. September "live" erlebt werden, wie vor einigen hundert Jahren Eisen - damals vor allem für Berlin - produziert wurde.

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