Der Tagesspiegel : Kurdische Familie darf vorerst bleiben Gutachter soll zunächst psychische Folgen bei Abschiebung prüfen

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Herzberg. Die kurdischen Familie aus dem ElbeElster-Kreis wird vorerst nicht in die Türkei abgeschoben. Die Familie solle zunächst von einem Gutachter auf psychische Folgen einer solchen Maßnahme untersucht werden, sagte Landrat Klaus Richter (SPD) am Montag nach einer Beratung in der Kreisverwaltung in Herzberg. Damit sei man einer Forderung der Evangelischen Kirche nachgekommen. „Ich habe eine vorläufige Duldung der Familie ausgesprochen, bis das Gutachten vorliegt.“ Am vergangenen Donnerstag hatte die Polizei die Kurden aus dem Kirchenasyl in Tröbitz herausgeholt. Während die Eltern in Abschiebehaft nach Eisenhüttenstadt gebracht wurden, kamen ihre drei kleinen Kinder in ein Heim in Fürstenwalde. Inzwischen sind alle im Asylbewerberheim Hohenleipisch untergebracht.

Ein vom Potsdamer Innenministerium vorbereiteter Erlass soll künftig verhindern, dass die Kinder von Asylbewerber-Familien von beiden Eltern getrennt werden. Das kündigte CDU-Generalsekretär Thomas Lunacek an. dpa

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