Der Tagesspiegel : Kurzmeldungen

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IM FLUSS

Ministerium verteilt Spenden

Die Verteilung der speziell für Brandenburg eingegangenen Spenden hat das Finanzministerium übernommen. Das eingerichtete Konto habe derzeit einen Stand von gut 250 000 Euro, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Manfred Füger. Möglicherweise werde eine so hohe Summe in Brandenburg jedoch gar nicht gebraucht. Überschüssige Mittel würden dann dort eingesetzt, wo benötigt. Der Chef des Krisenstabes, Hans-Jürgen Hohnen, riet Bürgern mit Hochwasserschäden, sich mit Anträgen an das Finanzministerium zu wenden. dpa

Bundesmittel ausgezahlt

Die Bundesregierung hat den vom Hochwasser betroffenen Brandenburger Regionen weitere Soforthilfen ausgezahlt. Die Landkreise Prignitz und Elbe-Elster erhielten am Montag insgesamt 1,76 Millionen Euro, teilte das Bundesinnenministerium mit. Das Geld soll von den Kreisen direkt und in eigener Verantwortung unmittelbar an die betroffenen Bürger ausbezahlt werden. Insgesamt habe die Bundesregierung bisher knapp 57 Millionen Euro ausgezahlt. dpa

Schönbohms Geschenk

Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) richtete aus Anlass seines bevorstehenden 65. Geburtstages am 2. September ein Spenden-Sonderkonto ein, auf das am vergangenen Sonntag beim Turnier des Berliner Tennisclubs LTTC 5000 Euro eingezahlt wurden. Das Wirtschafts-Presse-Forum Brandenburg verzichtete auf eine Feier zum 10-jährigen Bestehen und überwies 8000 Euro auf das Sonderkonto. dpa

Sportjournalisten helfen

Der Verband der Sportjournalisten Berlin/Brandenburg unterstützt die Geschädigten der Flutkatastrophe mit einer Sofortspende von 5000 Euro. Der Betrag aus der Unterstützungs-Einrichtung des VdS wird dem SG Breese, einem Sportverein acht Kilometer östlich von Wittenberge zur Verfügung gestellt. Die Sportplätze und das Sozialgebäude der SG stehen noch immer unter Wasser. Die Schäden sind noch nicht absehbar. dpa

Sonderpreise für Mühlberger

Mühlberger Opfer der Elbeflut erhalten im sächsischen Nachbarort Zeithain zu günstigen Preisen Baumaterial. Der dortige Baumarkt verkaufe wie überall in Hochwassergebieten verbilligt an Hochwasseropfer, und diese Regelung gelte auch für Geschädigte aus Südbrandenburg, sage ein Sprecher der Stadtverwaltung. Nötige Bescheinigungen werden in Rathaus ausgestellt. In der Kleinstadt waren 30 Häuser im Bereich des Hafens beschädigt worden. Für die Schätzung der Schäden wird auch das Angebot der Landesarchitektenkammer zur kostenlosen Erstbegutachtung genutzt. Diesen Service bieten Fachleute an, die der Krisenstab vermittelt. ddp

Schüler sammeln Geld

Zur Unterstützung der Hochwasseropfer in Ostdeutschland hat der Landesschülerrat Brandenburg zu einer Spendenaktion aufgerufen. Sie habe zum Ziel, dass jeder der rund 374000 Schüler und Schülerinnen im Land einen „Solidaritäts-Euro“ beisteuert, erklärte Landesschülersprecher Adrian Steinigk. Die betroffenen Menschen in den Katastrophengebieten brauchten jetzt besonders „Solidarität und Zusammenarbeit“, fügte er hinzu. Spenden werden unter dem Stichwort „Nachbarn in Not/374 000 x 1“ auf das Sonderkonto des Landeschülerrates beim Deutschen Roten Kreuz, Konto 41 41 41, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 20 500, erbeten. ddp

Sonderhilfen möglich

Die politische Entscheidung für ein Sofortprogramm zum Ausgleich möglicher Hochwasserschäden bei kleinen und mittleren Unternehmen in Brandenburg kam deutlich schneller als die Feststellung der Schäden. „Für das Programm hat es bis jetzt einige Anfragen gegeben. Es ist aber noch kein Antrag eingereicht worden“, sagte der Sprecher der Landesinvestitionsbank (ILB), Matthias Haensch. Mit dem Sofortprogramm von Bund und Ländern für die gewerbliche Wirtschaft sowie freie Berufe können auf Antrag 50 Prozent der Schäden bei Wirtschaftsgütern bis maximal 15 000 Euro gewährt werden. Vom Hochwasser geschädigte Betriebe können Antragsformulare auch bei der Zukunfts-Agentur Brandenburg in den Städten abrufen.dpa

Auskünfte erhalten Unternehmen unter der Telefonnummer 0331/660 17 24 in Potsdam, unter 03391/45 16 17 in Neuruppin sowie Cottbus 0355/78 42 20.

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