Laga 2009 : Zum Auftakt eine Linde

Eine von Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck neu gepflanzte Linde verweist in Oranienburg auf die nächste Landesgartenschau (Laga), die dort 2009 stattfindet.

Oranienburg - Matthias Platzeck brachte den Baum gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und Oberhavel-Landrat Karl-Heinz Schröter (alle SPD) in die Erde und gab damit offiziell den Startschuss für die Vorbereitungen auf die Schau. Die vierte brandenburgische Laga soll im April 2009 im Schlosspark Oranienburg eröffnet werden.

Die Bau- und Gestaltungsarbeiten an den Hauptprojekten mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 22 Millionen Euro seien allerdings bereits vor Wochen angelaufen, sagte der Oranienburger Baudezernent und Laga-Geschäftsführer, Frank Oltersdorf. Als Herzstück soll der denkmalgeschützte, 20 Hektar große Park um das älteste Barockschloss der Mark Brandenburg "moderat neu gestaltet und qualitativ aufgewertet" werden. Doch bevor dort im Herbst nächsten Jahres die Arbeiten beginnen können, müsse zunächst die Schlossbrücke versetzt werden, um Baufreiheit für die Gestaltung des Havelufers zu schaffen.

"Das Schöne und das Nützliche"

Um die Hauptattraktionen der Schau unter dem Motto "Das Schöne und das Nützliche" zeigen zu können, wird ein sieben Hektar großes Areal, das sich an den Schlosspark anschließt, komplett neu gestaltet. Zur Laga soll das Gelände unter dem Namen "Neuer Park" verschiedene Ausstellungsthemen wie "Kraut und Rosen", ein Laubenzimmer sowie einen Wasserspielgarten präsentieren.

Auf der ehemaligen Militärbrache laufen seit August Sanierungsarbeiten. "Die Fläche muss vollständig entsiegelt und von Altlasten befreit werden", betonte Oltersdorf. Die Arbeiten sollen noch in diesem Monat abgeschlossen werden. Insgesamt fünf Millionen Euro, davon etwa 3,6 Millionen Euro von EU und Land, sollen für die beiden Parks investiert werden. Bereits seit August abgeschlossen ist der Bau eines Parkplatzes für 150 Fahrzeuge nahe dem Sportplatz.

Priorität für 2007 hat ferner der Ausbau der touristischen Infrastruktur Oranienburgs. Fördermittel in Höhe von sieben Millionen Euro sind für die Neugestaltung des Havelufers sowie den Bau eines Wasserwanderstützpunkts mit Service- und Liegehafen am Laga-Gelände beantragt. Bislang gebe es kleinere Stützpunkte in den Bootsvereinen, sagte Oltersdorf. Durch den Bau der neuen Häfen könne jedoch der Wassertourismus direkt durch die Stadt am Schloss vorbei geführt werden. "Das erhöht die Attraktivität Oranienburgs als Reiseziel für Wassertouristen enorm", betonte der Laga-Chef.

Bisher nur zwei Mitarbeiter

In die Planungen einbezogen seien drei ehemalige Panzerhallen auf der Militärbrache, in denen zur Laga Blumen- und Pflanzenschauen gezeigt werden sollen. In einer der Hallen sollen später der Hafenmeister sowie ein Dienstleistungszentrum für Wassersportler ihren Sitz haben.

Die bislang zwei Mitarbeiter umfassende Laga GmbH wird 2007 auch personell aufgestockt. Mindestens fünf weitere Angestellte sollen dann das Team verstärken und damit beginnen, das Marketing anzukurbeln. "Wir werden uns auf der Grünen Woche und der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin zunächst in kleinem Rahmen vorstellen und die Öffentlichkeitsarbeit 2008 ausweiten", sagte Oltersdorf.

Der Eröffnungstermin für die Landesgartenschau soll noch im Dezember dieses Jahres festgelegt werden. "Bis dahin werden neben der ersten Linde Hunderte weitere Bäume in Oranienburg gepflanzt werden", betonte Oltersdorf. (Von Beatrice George, ddp)

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