Der Tagesspiegel : Landesentwicklungsgesellschaft: LEG rechnet wieder mit Verlust

Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) für Städtebau, Wohnen und Verkehr Brandenburg weist für 1999 einen Fehlbetrag von 34 Millionen Mark aus und wird auch im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust erwirtschaften. Dies sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Clemens Appel, am Montag vor Journalisten in Potsdam und bestätigte damit einen Tagesspiegel-Bericht vom Sonnabend. Wie hoch das Minus in diesem Jahr und ein eventueller Fehlbetrag in 2001 sein wird, konnte Appel nicht sagen.

Der Fehlbetrag 1999 setzt sich aus 26 Millionen DM aus der Neubewertung von Immobilienvermögen und Ausfällen durch gegebene Mietgarantien sowie einem Verlust von acht Millionen Mark aus dem operativen Geschäft zusammen. Appel nannte die Zahlen schmerzlich, verwies aber auch darauf, dass es nicht vordringliche Aufgabe der Gesellschaft sei, Gewinn zu erzielen. Von dem Stammkapital von 100 Millionen Mark seien knapp 20 Millionen aufgebraucht. Die für das Geschäftsjahr 1999 erstellte Bilanz soll Ende der Woche vorgelegt werden.

Die LEG tue Dinge, die nicht immer rentabel sind, sagte Appel. Sie bereitet zum Beispiel ehemalige Militärgrundstücke für ein Investment auf und plane deren Nutzung. Überdies übernehme die LEG Vorhaben, an die sich kein privater Investoren herantrauen würde. Mit der Deutschen Kreditbank DKB (Berlin) wurde eine Absichtserklärung zum Verkauf der 50 Prozent Landesanteile an der LEG Wohnen vereinbart. Unter Hinweis auf die laufenden Verhandlungen wollte LEG- Geschäftsführer Rainer M. Geisler keine näheren Angaben machen.

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