Landesparteitag : Grüne halten fossile Brennstoffe für restlos ersetzbar

Brandenburg kann sich bis 2020 unabhängig von fossilen Brennstoffen machen: Das wollten die Grünen beim Landesparteitag in Brandenburg deutlich machen. Doch damit nicht genug - auch Berlin könnte noch mit Strom aus erneuerbaren Energien beliefert werden.

Brandenburg/ HavelBrandenburg könnte nach Ansicht der Grünen bis zum Jahr 2020 seinen Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Energien decken. Mit den Ressourcen könnte außerdem der Strom-Importbedarf Berlins befriedigt werden, sagte Grünen-Landeschef Axel Vogel am Samstag auf einem Landesparteitag in Brandenburg/ Havel. Die rund 80 Delegierten beschlossen eine Energiestrategie unter dem Motto "Der Grüne Weg".

Das Papier sei das Gegenstück zur Energiestrategie 2020 der Landesregierung, betonte Vogel. Während die rot-schwarze Koalition weiterhin auf den fossilen Energieträger Braunkohle setze, plädierten die Grünen dafür, bis 2020 mindestens zwei Drittel der Braunkohle-Energie durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Erhebliche Reserven bei Windenergie und Photovoltaik

Möglich wäre das nach Auffassung der Grünen durch die verstärkte Nutzung der Windenergie und den intensiven Ausbau der Solarenergie. Bei der Photovoltaik stehe Brandenburg unverständlicherweise im Vergleich der Länder schlecht da, auch bei der Windenergie gebe es erhebliche Reserven.

Neubauten sollten künftig nur noch mit Solarzellen auf dem Dach errichtet werden, forderte Vogel. Das müsse entsprechend gefördert werden. Stärker unterstützt werden müsse auch die Erforschung von möglichen Speichermedien für Wind- und Solarenergie.

Die Grünen unterstützen das seit Freitag laufende Volksbegehren gegen neue Tagebaue in der Lausitz. Vogel wies darauf hin, dass in den bereits genehmigten Tagebauen 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle lagerten. Bei einem Jahresverbrauch von rund 40 Millionen Tonnen reichten die Vorräte noch Jahrzehnte. (ut/ddp)

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