Der Tagesspiegel : Landpartie in die Kultur

Über 200 Veranstaltungen in den kommenden Wochen

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Fürstenberg. Die Brandenburger KulturVeranstalter legen sich in den nächsten Wochen noch einmal richtig ins Zeug. Bis Ende September stehen rund 200 Veranstaltungen unter dem Motto „Europa ist hier“ in allen Ecken des Landes auf dem Programm: von Ausstellungen in der einstigen Panzerhalle in Groß Glienicke, Kammermusik in einem Hangar des früheren russischen Flughafens bei Groß Dölln in der Schorfheide bis zum Opernsommer vor dem Schloss Branitz in Cottbus.

In diesem Jahr unterstützt Brandenburg die hauptsächlich ehrenamtlichen Organisatoren mit 600 000 Euro. „Ob es so viel Geld auch im nächsten Jahr gibt, steht angesichts der ungewissen Haushaltslage des Landes und des Bundes noch nicht fest“, sagte Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms.

Für das erste Halbjahr sieht die Bilanz gut aus. Zu ihren rund 50 Veranstaltungen zählten die Vereine „Kulturfeste in Brandenburg“ und „Kulturland Brandenburg“ rund 200 000 Gäste, keineswegs nur bei den Musikfestspielen in Sanssouci oder beim Klostersommer in Chorin.

Am kommenden Sonntag ist die ehemalige Textilfabrik auf dem Gelände de r KZ-Gedenkstätte Ravensbrück in Fürstenberg Schauplatz für ein ungewöhnliches Konzert. Ab 15 Uhr spielen Ensembles aus Finnland, der Slowakei, Polen, Usbekistan und den Niederlanden eigene Kompositionen zum Thema „Leben der Häftlinge im Frauenkonzentrationslager“. Anschließend spricht eine Wissenschaftlerin mit einer Überlebenden des Lagers über die Rolle der Musik im Alltag der 132 000 Frauen aus fast 40 Nationen, die zwischen 1939 und 1945 in Ravensbrück inhaftiert waren. „Während die SS-Aufseher das Singen deutscher Lieder als Teil der Erniedrigung befahlen, entstanden in aller Heimlichkeit in den Baracken aber auch eigene Stücke“, erklärte Sigrid Jacobeit, Leiterin der Gedenkstätte.ste.

Informationen zum Programm der nächsten Wochen beim Verein Kulturland unter der Telefonnummer (0331) 2311376. Weitere Angaben im Internet unter www.kulturland-brandenburg.de und www.kulturportal-brandenburg.de .

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