L’Aquila : EU-Kommission sichert Erdbebenopfern Hilfe zu

Der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat den schwer von einem Erdbeben geschädigten Bewohnern der Abruzzen in Italien Hunderte von Millionen Euro aus Brüssel in Aussicht gestellt.

L'AquilaSollten sich die gemeldete Schadenshöhe von zehn Milliarden Euro bestätigen, dann würde die Hilfe der EU etwa 480 Millionen Euro betragen, sagte Barroso nach einem Besuch in der Region um L'Aquila zusammen mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi.

Das Erdbeben, das am 6. April fast 300 Menschen getötet und Tausende von Häusern zerstört oder beschädigt hatte, beweise aufs Neue, dass es heute gelte, die europäischen Wert zu stärken und sie zur Grundlage unserer Gesellschaft zu machen, sagte er weiter. "Die Europäische Kommission ist bereits dabei, alle ihr zu Verfügung stehenden Mittel und Hilfen zu aktivieren, damit L'Aquila und die Abruzzen sich bald wieder erholen, die Menschen in ihre Häuser zurückkehren und die Kinder wieder in die Schule gehen können", erklärte Barroso.

Den kommenden G8-Gipfel in der Erdbebenregion abzuhalten, bezeichnete der EU-Kommissionspräsident als eine ausgezeichnete Idee. Dies sei auch eine Gelegenheit, nach L'Aquila zurückzukehren. Die italienische Regierung hatte vor etwa einem Monat angekündigt, das Spitzentreffen der Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Wirtschaftsnationen in der Erdbebenregion abhalten zu wollen. Ursprünglich sollte der Gipfel Anfang Juli auf der Mittelmeerinsel La Maddalena vor Sardinien stattfinden. (aku/dpa)