Lausitz : 40 Dörfer protestieren gegen weitere Tagebaue

Der Abbau von Kohle in der Lausitz geht seit Jahren mit der zwangsweisen Auflösung einzelner Dörfer einher. 40 Orte haben daher nun eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet und sich einer Volksinitiative gegen weitere Tagebaue angeschlossen.

Lausitz-Dorf
Existenzangst. Ein Galgen in der 97-Seelengemeinde Mulkwitz soll den Protest der Bewohner gegen drohende Bagger symbolisieren -...Foto: ddp

Potsdam40 Lausitzer Dörfer wehren sich gegen den Aufschluss neuer Tagebaue in der Region. Eine entsprechende Erklärung hätten Vertreter der Gemeinden bei einer Tagung am Wochenende unterzeichnet, teilte ein Sprecher der Grünen Liga in Potsdam mit. Zugleich habe die Versammlung beschlossen, die vor einer Woche gestartete Volksinitiative gegen neue Tagebaue zu unterstützen.

Kernaussage der Erklärung ist den Angaben zufolge der Satz: "Wer Heimat weiter antastet, ist für uns nicht mehr wählbar." In einem Jahr finden in Brandenburg Kommunalwahlen statt, ein Jahr darauf wird ein neuer Landtag gewählt.

Die Grüne Liga verwies auf die Arbeit der bereits seit Juni aktiven "Klinger Runde", einer regionalen Bürgerinitiative gegen den Aufschluss neuer Tagebaue im Raum Forst. Mit der Versammlung der Vertreter von mehr als 40 Orten seien nun Dörfer im gesamten Lausitzer Braunkohlenrevier vernetzt worden. Die Gemeinden seien durch Ortsbürgermeister oder ihre Stellvertreter vertreten worden. Sie forderten grundsätzliche politische Weichenstellungen gegen neue Tagebauvorhaben. (mit ddp)

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