Der Tagesspiegel : Lausitzring: Prüforganisation Dekra investiert auf dem EuroSpeedway

An der Rennstrecke von EuroSpeedway Lausitzring in Klettwitz (Kreis Oberspreewald Lausitz) entsteht seit Freitag ein 50 Millionen Mark teures Technologie-Zentrum der Prüforganisation DEKRA. Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) wertete den gestrigen Baubeginn als "Signal für andere Investoren", hier ebenfalls einzusteigen. Die Landesregierung stehe nach wie vor zum Lausitzring. "Allerdings müssen wir mit dem Projekt einen langen Atem haben", sagte Fürniß. Von heute auf morgen sei nicht die Formel 1 zu holen. Aber die Qualität der Anlage und des Managements würden sich über kurz oder lang durchsetzen. Die Krise der Bankgesellschaft Berlin, finanziell bis heute an der Lausitzring-Betriebsgesellschaft beteiligt, werde seiner Meinung nach keinen Imageschaden bewirken.

Das Land fördert das Technologiezentrum mit 16,6 Millionen Mark. In vier Modulen sollen hier Autos technisch überprüft werden. Unter anderem simuliert ein Abgaslabor nahezu alle Klima- und Temperaturverhältnisse. Eine andere Abteilung beschäftigt sich mit den Kindersitzen, Sicherheitsgurten und Kopfstützen, während nebenan das Geräusch- und Schwingungsverhalten von Fahrzeugen getestet wird. In der 32 000 Quadratmeter großen Anlage entstehen 70 Arbeitsplätze. In direkter Nachbarschaft soll in den nächsten Jahren der 45 Hektar große Gewerbepark "Speedway-Town" entstehen.

Dekra-Chef Professor Gerhard Zeidler lobte die guten Testmöglichkeiten am Ring. Bei der Projektierung des Testovals habe die Prüforganisation mitgewirkt. Ein Teil der Angestellten werde mit Sicherheit in dem bis Sommer 2002 fertiggestellten 160-Betten-Hotel am Ring übernachten. "Wir haben zwar noch keinen konkreten Betreiber des Hauses, aber führen Gespräche mit mehreren Ketten", teilte EuroSpeedway-Geschäftsführer Hans-Jörg Fischer mit. Ste.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben