Le Mans : Bernhard und Dumas rasen zum Porsche-Gesamtsieg

Porsche hat in der American Le Mans Series dem großen Rivalen Audi einen Rekord entrissen. Beim 10. Lauf in Detroit bescherten Timo Bernhard aus Dittweiler und der Franzose Romain Dumas den achten Gesamtsieg in Serie.

In der American Le Mans Series (ALMS) hat Porsche dem großen Rivalen Audi einen Rekord entrissen. Beim 10. Lauf in Detroit bescherten Timo Bernhard aus Dittweiler und der Franzose Romain Dumas im Porsche RS Spyder der Sportwagenschmiede aus Stuttgart-Zuffenhausen den achten Gesamterfolg in Serie. Damit übertraf das Duo die Bestmarke der Ingolstädter, die im Vorjahr sieben Siege in Folge geholt hatten.

Allerdings fiel der Porsche-Erfolg sehr knapp aus. Nach einem Überholmanöver drei Runden vor Schluss von Dumas gegen den Italiener Emanuele Pirro im Audi R10 TDI hatte das Porsche-Duo im Ziel nach 106 Runden und 2:45:36,179 Stunden lediglich 5,9 Sekunden Vorsprung vor Pirro und Marco Werner (Ermatingen). Für Bernhard/Dumas war es der sechste Gesamtsieg in dieser Saison und der siebte insgesamt, womit sie weiter klar auf Meisterkurs liegen.

"Die Fans haben ein Stadtrennen mit allen Elementen gesehen, die Motorsport spannend machen. Die Art und Weise wie Dumas drei Runden vor Schluss den Sieg eingefahren hat, war absolut Weltklasse", sagte Porsche-Sportchef Hartmut Kristen.

Audi wartet seit dem 31. März auf einen Sieg

Konkurrent Audi wartet seit dem Erfolg am 31. März in St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida auf den 60. Sieg in der populärsten Sportwagenserie Amerikas. Immerhin gelang der zehnte Sieg in der offenen LMP1-Klasse, in der es aber keine ernsthafte Konkurrenz gibt.

Den Team-Titel in dieser Klasse hatte Audi aber wie Porsche in der LMP2 schon vor dem Rennen sicher. Rinaldo Capello (Italien) und Allan McNish (Schottland) belegten zudem auf dem Stadtkurs in der US-Autometropole Detroit im zweiten R10 den dritten Platz im Gesamtklassement.

"Wir haben ein weiteres packendes Rennen erlebt. Nach Mosport dachten wir, es kann nicht knapper werden. Drei Minuten vor Schluss nach langer Führung den Gesamtsieg zu verlieren, tut natürlich weh", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich: "Andererseits hatten wir gar nicht damit gerechnet, auf diesem Stadtkurs gegen die leichteren LMP2-Fahrzeuge um den Gesamtsieg zu kämpfen."

Den nächsten Anlauf auf den Jubiläumssieg nimmt Audi beim Rennen in Road Atlanta am 6. Oktober. (mit sid)