Leichtathletik : Keine Revanche in Shanghai

Zwar waren sowohl Tyson Gay als auch Asafa Powell beim Golden Grand Prix anwesend, starteten aber in verschiedenen Disziplinen. Während sich Powell über 200 Meter Sprint die Goldmedaille holte, musste Gay über 100 Meter eine Niederlage einstecken.

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Erfolgreicher Ausflug. Asafa Powell holte sich in Shanghai die Goldmedaille im 200-Meter-Sprint. -Foto: dpa

Shanghai100-Meter-Weltmeister Tyson Gay hat ausgerechnet im letzten Saisonrennen die erste Niederlage kassiert. Der US-Sprintstar musste sich beim Golden Grand Prix der Leichtathleten in Shanghai überraschend seinem Landsmann und Trainingspartner Wallace Spearmon geschlagen geben. Der WM-Dritte über 200 Meter setzte sich auf der halb so langen Distanz in starken 9,96 Sekunden vor Dreifach-Weltmeister Gay (10,02) und dem Jamaikaner Michael Frater (10,07) durch. Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) blieb bei seinem Ausflug über 200 Meter in 20,00 Sekunden siegreich.

Für das beste Resultat aus deutscher Sicht sorgte Stabhochspringerin Carolin Hingst (Mainz) als Dritte mit 4,65 Metern hinter Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa (4,83) und Swetlana Feofanowa (beide Russland/4,75). Carolin Hingst hatte bei der WM in Osaka mit 4,35 Metern nicht einmal die Qualifikation überstanden.

Weltmeister siegen auch in Shanghai

Die Weltmeister von Osaka rafften sich noch einmal auf und setzten einige Ausrufezeichen: Veronica Campbell aus Jamaika gewann die 100 Meter souverän in ausgezeichneten 10,90 Sekunden - damit war sie zum Saisonschluss sogar 11/100 schneller als bei ihrem WM-Coup von Osaka. Auch 400-Meter-Star Jeremy Wariner setzte seinen Siegeszug in Asien fort: Der 23 Jahre alte Amerikaner gewann wie beim Saisonauftakt Anfang Mai in Osaka in exakt 44,02 Sekunden auch in Shanghai - der Weltrekord seines Landsmanns und Managers Michael Johnson (43,18) hat das Jahr 2007 damit überlebt. Bei der WM in Osaka hatte Olympiasieger Wariner in persönlicher Bestzeit von 43,45 Sekunden Gold geholt.

Eine bittere Niederlage vor den eigenen Fans musste der Chinese Liu Xiang über 110 Meter Hürden hinnehmen: Als Dritter in 13,21 Sekunden verlor der Weltmeister und Weltrekordler die Revanche gegen den WM-Vierten Dayron Robles (Kuba), der in 13,01 noch einmal eine Weltklassezeit lief. Auch Anwar Moore (USA/13,20) kam noch vor Liu ins Ziel. (mit dpa)