Leichtathletik : Obergföll siegt in Athen

Beim Leichtathletik-Grand-Prix in Athen hat Speerwerferin Christina Obergföll die versammelte Weltelite deklassiert.

Obergföll
Drei Versuche über 65 Meter: Christina Obergföll. -Foto: AFP

AthenSpeerwerferin Christina Obergföll ist weiter auf Erfolgskurs: Neun Tage nach ihrem Europarekord-Wurf in München besiegte die Offenburgerin beim Grand-Prix-Meeting der Leichtathleten in Athen mit einer Weite von 67,78 Metern die versammelte Weltelite. Lediglich die verletzte Weltmeisterin Osleidy Menendez aus Kuba fehlte. Dagegen erhielten die stets hoch gehandelten deutschen Stabhochspringer um Tim Lobinger eine Lehrstunde.

Vize-Europameister Lobinger belegte mit übersprungenen 5,70 Meter nur den siebten Platz. Der höhengleiche Lars Börgeling kam als bester Deutscher auf Rang vier. Björn Otto wurde mit fünf Zentimetern weniger Achter. Der Australien Steve Hooker siegte mit 5,85 Meter - eine Höhe, die Lobinger in dieser Saison noch nicht übersprungen hat. Der Russe Igor Pawlow (5,80) belegte Rang zwei vor den beiden Amerikanern Brad Walker (5,75) und Jeff Hartwig (5,70).

Vier von sechs Versuche über 65 Meter

"Ich habe derzeit ein gutes Wurfgefühl, das Ergebnis sieht man. Es war mir wichtig, zu gewinnen", sagte Vize-Weltmeisterin Obergföll, der nicht viel zu ihrem Europarekord (70,20) fehlte. In vier von sechs Versuchen warf sie über 65 Meter und bestätigte damit ihre Konstanz in diesem Jahr. Europameisterin Steffi Nerius (Leverkusen) wurde mit einer Weite von 62,95 Vierte und blieb damit weiter deutlich hinter ihrer nationalen Rivalin zurück.

Jahres-Weltbestleistungen gelangen zwei Russinnen: Über 3000 Meter Hindernis steigerte die 29 Jahre alte Gulnara Samitowa-Galkina ihre eigene Bestleistung um drei Sekunden auf 9:11,68 Minuten. Die 31-jährige Olympiasiegerin Tatjan Lebedewa übersprang im Dreisprung mit 15,08 Metern und dann 15,14 Metern als Erste in diesem Jahr die 15-Meter-Marke.

Pech hatte dagegen die schnellste Frau in dieser Saison: Im 100-Meter-Endlauf schied Veronica Campbell aus Jamaika verletzt aus. Der Kubaner Dayron Robles lief über die 110 Meter Hürden in 13,11 Sekunden die viertschnellste Zeit des Jahres.