Leichtathletik-WM : Diskuswerferin Dietzsch auf Gold-Kurs

Franka Dietzsch ist ihrer Favoritenrolle in Osaka gerecht geworden und mühelos ins Diskuswurf-Finale eingezogen. Auch der Hochspringer Eike Onnen kam locker weiter.

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Schwungvoll: Diskuswerferin Franka Dietzsch. -Foto: AFP

OsakaDiskuswerferin Franka Dietzsch aus Neubrandenburg weckte mit ihrem zweiten Versuch über 65,17 Metern Hoffnung auf drittes WM-Gold nach 1999 und 2005. Ausgeschieden ist ihre Kollegin Nadine Müller (Leipzig). Die 39-jährige Dietzsch, die bereits zehnmal den deutschen Meistertitel gewonnen hat, startete mit selten erlebter Leichtigkeit in ihre neunte WM gestartet. Nach den 65,17 Metern packte sie die Tasche und winkte strahlend ins Publikum. "Ich wollte zwei Versuche machen, damit die Familie nachts vom Fernseher mehr davon hat", sagte sie zu ihren missglückten ersten Wurf über 57,13 Meter.

Der Endkampf steht erst am Mittwoch auf dem Programm und beschert Dietzsch einen "blöden" Ruhetag. Mit der besten Weite des Tages baute sie ihr Selbstvertrauen noch mal aus. "Ich bin ruhig. Mit tut nichts weh, die Achillessehne hält", erklärte sie. Nadine Müller spielten dagegen die Nerven einen Streich: Sie kam über mäßigen 55, 98 m nicht hinaus.

Europacupsieger Eike Onnen wirkte in der Hochsprung-Qualifikation hoch konzentriert. Der 25-jährige Hannoveraner meisterte die erforderliche Höhe von 2,29 Meter im ersten Versuch und hatte dabei noch viel Luft. Eingestiegen war er bei einer Anfangshöhe von 2,26 Meter, die er im zweiten Versuch überwand. Ausgeschieden ist Titelverteidiger Juri Krimarenko (Ukraine), der 2,29 m nicht packte. Dafür sprang Olympiasieger Stefan Holm (Schweden) ins Finale.

Bianca Kappler springt ins Finale

Die Olympia-Neunte Bianca Kappler (Rehlingen) hat sich für das Weitsprung-Finale ohne Mühe qualifiziert. Mit 6,85 Meter im zweiten Versuch nahm die Vierte der Hallen-WM die erste Hürde mit Bravour. Auch die Favoriten schafften den Sprung in den Endkampf am Dienstag. Titelverteidigerin Tianna Madison (USA) reichten 6,59 Meter. Olympiasiegerin Tatjana Lebedewa legte 6,84 Meter vor.

Die deutsche Meisterin Ulrike Urbansky ist im Vorlauf über 400 Meter Hürden auf der Strecke geblieben. Die frühere Junioren- Weltmeisterin aus Erfurt belegte in 56,67 Sekunden nur den siebten Platz im dritten von fünf Rennen. Hingegen erreichte Christina Kron (Saarbrücken) als Vierte ihres Durchgangs trotz der noch schwächeren Zeit von 57,28 Sekunden das Halbfinale am Dienstag. Schnellste war die Weltjahresbeste Tiffany Ross-Williams aus den USA in 54,24 Sekunden. Titelverteidigerin und Weltrekordlerin Julia Peschonkina aus Russland gewann ihren Vorlauf in 54,50. (mit dpa)