Leipzig : Landschaftsbilder von Wolfgang Mattheuer

"Landschaftsbilder - Sehnsuchtsbilder. Der andere Mattheuer" ist der Titel einer neuen Ausstellung im Leipziger Museum der bildenden Künste.

Landschaftsbilder von Wolfgang Mattheuer sind im Leipziger Museum der bildenden Künste zu sehen. Die Ausstellung unter dem Titel "Landschaftsbilder - Sehnsuchtsbilder. Der andere Mattheuer" ist nach Museumsangaben die erste umfassende Schau mit mehr als 90 Landschaftsdarstellungen des Künstlers. Mattheuer war 2004 an seinem 77. Geburtstag an Herzversagen gestorben. Gemeinsam mit Bernhard Heisig (82) und dem ebenfalls 2004 gestorbenen Werner Tübke war er prominenter Vertreter der figürlich-realistischen Malrichtung Leipziger Schule.

In seinen Landschaftsbildern hat Mattheuer nach Angaben des Museums Naturerleben und philosophische Betrachtung verbunden. "Ich brauche Landschaft zum Leben wie Brot", habe er gesagt. Lockere Freilichtstudien wechselten sich ab mit komponierten Landschaftspanoramen. Die Bilder seien teils romantisch- stimmungsvolle Schilderungen scheinbar unberührter Natur und teils tief beeindruckende Darstellungen industriell geschändeter Umwelt. Dabei hätten Darstellungen aus dem Vogtland, aus der Umgebung Leipzigs, der Insel Rügen und anderer Reiseziele im malerischen Werk des Künstlers eine zentrale Stellung. Diesen "privaten", anderen Mattheuer wolle die Ausstellung umfassend vorstellen.

Der im Vogtland geborene Grafiker, Maler und Bildhauer Mattheuer galt als zeitkritischer Realist. Zu den bekanntesten seiner Werke zählen das Ölbild "Hinter den sieben Bergen" (1973) und die Bronzeskulptur "Der Jahrhundertschritt" (1984). Die Ausstellung ist bis zum 14. Oktober zu sehen. (mit dpa) 

Webseite: Leipziger Museum für bildende Künste