Lernmittel : Nordrhein-Westfalen ist gegen einheitliche Schulbücher

Das nordrhein-westfälische Schulministerium hält es für sinnvoller, den einzelnen Schulen die Bücherauswahl zu überlassen und stellt sich damit gegen Annette Schavans Pläne zur Vereinheitlichung der Lernmittel.

DüsseldorfDas nordrhein-westfälische Schulministerium lehnt eine bundesweite Vereinheitlichung der Schulbücher ab. Aus pädagogischer Sicht sei es sinnvoller, den einzelnen Schulen die Auswahl der Bücher zu überlassen, sagte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf. Lehrer würden ihre Schüler kennen und daher die optimalen Bücher für ihren Unterricht aussuchen. Aus diesem Grund gebe es derzeit nicht einmal innerhalb Nordrhein-Westfalens einheitliches Lehrmaterial.

Wichtig sei jedoch eine bundesweite Standardisierung der Bildungsziele, sagte der Sprecher. Wenn Unterrichtsinhalte aufeinander abgestimmt würden, werde beispielsweise ein Umzug zwischen einzelnen Bundesländern für schulpflichtige Kinder erleichtert.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte am Wochenende erklärt, die Akzeptanz des Föderalismus tendiere gegen Null, wenn die Bildungswege in Deutschland nicht vergleichbar würden. Sie empfahl die Einführung einheitlicher Schulbücher. (mit ddp)